Die grüne Integrationstour
Grüne Integrationstour erfolgreich abgeschlossen
Die einzelnen Stationen der Tour
Es bewegt sich was in Deutschland. Auch auf der letzten Station unserer grünen Integrationstour haben wir einmal mehr über die Potenziale der hier lebenden Imigrantinnen und Migranten staunen können.
Im Mai 2006 hatte die grüne Bundestagsfraktion ein Konzeptpapier verabschiedet, mit dem wir unsere Integrationspolitik grundlegend weiter entwickelt haben. Wir haben darin einen gesellschaftlichen
Integrationsvertrag mit den hier lebenden Migrantinnen und Migranten und einen 15 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog vorgeschlagen, in dem sowohl die Aufgaben der aufnehmenden Gesellschaft, als auch der hier lebenden Migrantinnen und Migranten aufgeführt sind.
Seit dem Sommer 2006 ist die grüne Bundestagsfraktion mit ihrer Integrationstour "drin ist drin" auf Tour. An verschiedenen Orten haben wir unser Konzept einem Praxistest unterzogen. Wir wollten uns vor Ort ein Bild davon machen, welche neuen Wege beschritten werden, um die interkulturellen Potenziale von Migrantinnen und Migranten besser zu fördern.
Im Rahmen dieser Integrationstour waren wir in 25 Städten (von Hamburg bis Augsburg, von Duisburg bis Jena und von Oldenburg bis Passau) und haben 60 in unseren Augen besonders innovative Integrationsprojekte und Institutionen besucht. 21 grüne Bundestagsabgeordnete aus vier von fünf Arbeitskreisen unserer Fraktion haben an dieser Integrationstour teilgenommen - Integration als grünes Querschnittsthema.
Viel Lob
Die vielen Migrantinnen und Migranten bzw. Praktikerinnen und Praktiker, mit denen wir auf unserer Tour gesprochen haben, haben uns bestätigt:
- Der Ansatz unseres Integrationsansatzes ist richtig.
- Das Konzept (mit seinen 15 Handlungsfeldern) ist gerade wegen dieser thematischen Breite angemessen.
- Und schließlich haben sich unsere Handlungsempfehlungen als "auf der Höhe der Zeit" erwiesen.
Was haben wir aus der Tour gelernt?
- Es bewegt sich was in Deutschland: Sowohl auf Seiten derjenigen, die Integrationsangebote konzipieren und anbieten, als auch auf Seite der Migrantinnen und Migranten haben wir eine große Einsatzfreude gesehen.
- Integrationspolitik ist bislang immer wieder zu defizitorientiert. Wir Grünen setzen hingegen auf das die gezielte Förderung der Potentiale, die bei den Migrantinnen und Migranten vorhanden sind (also auf das so genannte Empowerment). Zu Recht: Wir haben zum Beispiel in Frauen- und Mädchenprojekten so viele kompetente und engagierte Migrantinnen getroffen. Gerade sie wollen wir weiter fördern – ohne übrigens aber die Jungs mit Migrationshintergrund zu vergessen!
- Leitfaden grüner Integrationspolitik ist Förderung von Teilhabegerechtigkeit: Migrantinnen und Migranten sollen als künftige Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wahrgenommen werden - mit allen Rechten und Pflichten. Hierfür haben wir viel Lob geerntet. Eine zukunftsfähige Integrationspolitik sollte diese Menschen ermutigen und es ihnen ermöglichen, schneller als bisher die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben.
- Wir haben so viele zukunftsweisende und innovative Integrationsprojekte kennengelernt. Da muss man das Rad nicht unnötig neu erfinden. Was wir brauchen ist eine Verankerung erfolgreicher Modelle in der Fläche, also in den Regelangeboten vor Ort; eine bessere Finanzierung und eine bessere Vernetzung und Steuerung innerhalb unseres föderalen Systems. So ist es aus integrationspolitischer Sicht sicher korrekturbedürftig, dass die Bildungspolitik im Zuge der Föderalismusreform komplett an die Länder gegangenen ist.
Fazit: Die grüne Integrationspolitik ist heute besser aufgestellt, denn je.
Berichte der Integrationstour "drin ist drin"
13.03.07 |
Renate Künast, Omid Nouripour und Josef Winkler besuchen die Jüdische Gemeinde und den Verein "berami – Berufliche Integration von Migrantinnen" und treffen Helga Nagel (die Leiterin des Amtes für Multikulturelle Angelegenheiten) und Jean-Claude Diallo (den Leiter des Integrationsdezernats der Stadt Frankfurt) |
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12.03.07 |
Renate Künast, Gerhard Schick und Josef Winkler besuchen die "Freie Interkulturelle Waldorfschule", das "Institut für Deutsch-Türkische Integrationsstudien und interreligiöse Arbeit" und das "Interkulturelle Bildungszentrum" |
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23.02.07 |
Brigitte Pothmer besucht den FH-Studiengang zur Qualifizierung graduierter Zuwanderer für den europäischen Arbeitsmarkt, das Projekt zur interkulturellen Qualifizierung der Stadtverwaltung Osnabrück sowie das EQUAL-Projekt "Selbsthilfe Arbeitsmarktzugang und Gesundheit für Asylsuchende". |
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23.02.07 |
Irmingard Schewe-Gerigk und Volker Beck besuchen das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen sowie das Transkulturelle und interreligiöse Lernhaus der Frauen. |
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19.02.07 |
Omid Nouripour besucht die "Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus", das Quartiersmanagement im Berliner Integrationsschwerpunkt Wrangelkiez und "Peers in the City" (ein Gender-Projekt für Jugendlichen im Wrangelkiez). |
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14.02.07 |
Kai Gehring besucht das Kinder- und Familienzentrum "Blauer Elefant", das Jugendnetzwerk-Katernberg und das Büro für interkulturelle Arbeit der Stadt Essen. |
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09.02.07 |
Jerzy Montag besucht den Interkulturellen Arbeitskreis "Gemeinsam-Leben-Lernen"und das Projekt "Anleitung zum Fremdgehen" des Instituts für Interkulturelle Kommunikation an der Uni Passau. |
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07.02.07 |
Jerzy Montag besucht das mehrfach preisgekrönte "Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. – KIKUS" und AMYNA - ein Verein, der sich u. a. für den Schutz von Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund vor sexualisierter Gewalt einsetzt |
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07.02.07 |
Thea Dückert besucht vier in Deutschland in dieser Form einmalige Studiengänge an der Uni Oldenburg zur Weiterbildung von bereits im Herkunftsland qualifizierten Migrantinnen und Migranten. |
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26.01.07 |
Josef Winkler besucht den Türkisch-Islamischen Verein und ein Jugend- und Kulturzentrum in Höhr-Grenzhausen |
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25.01.07 |
Wolfgang Wieland besucht das Kooperationsprojekt der Otto-Wels-Grundschule mit dem Türkischen Elternverein, das Projekt "Interkulturelle Elternarbeit" beim Arbeitskreis Neue Erziehung und den muslimischen Verein "Inssan" – Für kulturelle Interaktion"
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22.01.07 |
Silke Stokar besucht das Integrationsprojekt GEMIDE und die interkulturelle Täter- und Opferarbeit mit jungen Migranten im Männerbüro Hannover
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07.12.06 |
Markus Kurth besucht die Kindertagesstätte St. Anna und die Fachberatungsstelle für MigrantInnenselbstorganisationen. |
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27.11.06 |
Ekin Deligöz, Josef Winkler besuchen das Kinder- und Familienzentrum Schillerstraße und die Alice Salomon Fachhochschule. |
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16.11.06 |
Renate Künast und Josef Winkler besuchten das interkulturelle Stadtteilzentrum Mainzer-Neustadt und das Institut zur Förderung von Bildung und Integration.
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15.11.06 |
Claudia Roth besuchte die beiden Projekte "Qualifizierung und Integration für Flüchtlinge" und "MigraNet".
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06.11.06 |
Josef Winkler und Kerstin Andreae besuchten das Nachbarschaftszentrum "Multikulturelle Nordstadt" und das Ressort Zuwanderung und Integration.
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02.11.06 |
Claudia Roth besuchte die Damenmaßschneiderei "La Silhouette", das Projekt "Interkulturelle Gesundheit " und die interkulturelle Straßenfußballliga "Bunt kickt gut"
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5.–12.10.06 |
Priska Hinz besuchte in Wetzlar ein Nachbarschaftszentrum sowie die Integrationskurse an der Volkshochschule und in Gießen das Zentrum für interkulturelle Bildung & Begegnung.
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12.10.06 |
Katrin Göring-Eckardt besuchte das Projekt "Arbeit und Bildung International" in Erfurt und den Verein "Kindersprachbrücke" in Jena.
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09.10.06 |
Kerstin Andreae besuchte die BIL-Privatschule sowie die Rosensteinschule sowie das internationale Stadtteilzentrum "Haus 49" und sprach mit dem Leiter der Stuttgarter Stabsabteilung für Integrationspolitik.
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04.10.06 |
Christine Scheel besuchte die Kolpingschule |
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12.09.06 |
Josef Winkler und Britta Haßelmann besuchten die Begegnungsstätte an der Moschee in Marxloh, die Regionale Transferstelle zur Förderung selbständiger MigrantInnen und ein multikulturelles Seniorenzentrum.
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11.09.06 |
Ekin Deligöz besuchte das interkulturelle Bildungswerk "Horizont" in Ansbach und die Nürnberger "Südstadtkids".
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10.07.06 |
Renate Künast und Krista Sager besuchten das Erziehungs- und Sprachförderungsprojekt "HIPPY", das Mentoren-Programm "KENDI" und "Streetsoccer Liga Hamburg"
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