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| 05.04.2007

Kerstin Andreae

Drei Fragen, drei Antworten

Was liegt Dir als wirtschaftspolitische Sprecherin besonders am Herzen?

Mir ist es wichtig, grüne Wirtschaftspolitik nach außen zu vermitteln und in engem Kontakt zu den Akteuren in der Wirtschaft zu stehen. Das sind neben vielen anderen die Arbeitgeber- ebenso wie die Arbeitnehmerverbände, die Kammern, Forschungsinstitute und Mittelständler.

Wir machen deutlich, dass sich nur mit grüner Wirtschaftspolitik eine zukunftsfähige Entwicklung der Regionen des Landes und im internationalen Raum erreichen lässt.

Was verstehst du unter grüner Wirtschaftspolitik?

Grüne Wirtschaftspolitik ist seit jeher von dem Gedanken der Verbindung von Ökologie und Ökonomie geprägt und eine gesunde ökonomische Entwicklung bedarf einer gesunden ökologischen Entwicklung. Wir setzen damit aber auch auf den Wettbewerb der besten Ideen und Lösungen. Gleichzeitig brauchen wir sinnvolle Lösungen für vielfältige gesellschaftliche Probleme -  für die ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen.

Dazu gehört auch ein starker Staat, um zentrale Ziele wie Klimaschutz, Verteilungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe sowie Bildungschancen durchzusetzen. Wir betonen schon lange: eine zukunftsfähige Wirtschaft ist eine nachhaltige Wirtschaft. Ich freue mich, dass dieser Gedanke nun auch von den anderen Parteien aufgegriffen wird. Die Handschrift ist und bleibt aber Grün.

Welche besonderen Akzente möchtest du als wirtschaftspolitische Sprecherin setzen?

Als ehemalige kommunalpolitische Sprecherin liegt mir auch weiterhin die regionale Ebene am Herzen. In einem zusammenwachsenden Europa, in einer mehr und mehr globalisierten Welt wächst die Bedeutung der regionalen Ebene. Gerne orientiere ich mich auch an den Thesen von Charles Landry ("The creative city") und Richard Florida ("Technik, Toleranz, Talente"). Beiden ist gemein, dass sie die Zukunftsfähigkeit einer Region daran messen, wie diese ihr kreatives Potential ausschöpft.

Übersetzt heißt das: Wir leben in einer Zeit, in der Kreativität zur wichtigsten Ressource für Innovation und Entwicklung in unserer wissensbasierten Wirtschaft geworden ist. Es ist übrigens grüne Wirtschaftspolitik, auf Innovation, auf das hohe Potential von Frauen, auf eine interkulturelle Gesellschaft und auf Existenzgründungen zu setzen.

 

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Kerstin Andreae MdB