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MdB der Woche | 11.04.2008

Nicole Maisch

Nicole Maisch , 26 Jahre, Politologin, geboren in Hanau. Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen seit 2003. Bundestagsabgeordnete seit 2005. Sprecherin für Verbraucherpolitik und Wasserexpertin der Fraktion.

Gibt es etwas, worüber du dich in letzter Zeit gefreut und/oder geärgert hast?

Nordhessen hat über Ostern 4 Tage Ferien vom Klimawandel gemacht – und es gab endlich Schnee - ! Also konnte ich Skiurlaub zu Hause machen: mit dem Hohen Meißner und den Loipen im Upland hat Hessen Skilangläufern einiges zu bieten.

Geärgert habe ich mich über die hessische SPD, die leider nicht geschlossen hinter der Ablösung von Roland Koch gestanden hat.

Als du klein warst, wolltest du unbedingt was werden?

Das variierte. Mal wollte ich unbedingt Bundeskanzlerin werden, mal Tierärztin und dann wieder eine 100m-Sprinterin mit Olympiasieg.

Welches Buch liest du gerade?

"The Discomfort Zone" von Jonathan Franzen; ein autobiografisches Buch über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, christliche Jugendgruppen in den Siebzigern und die Freuden der Hobby-Ornithologie… - ziemlich laaangweilig!. Aber seine Romane wie zum Beispiel "Die Korrekturen" finde ich großartig.

Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?

"There will be Blood"- ein Film über das Ölgeschäft in den USA als der Peak Oil noch nicht erreicht war – mit Daniel Day Lewis als garstigem Ölmagnaten.

Mit wem würdest du gern einmal zu Abend essen und warum?

Vandana Shiva. Ich habe ihre Rede auf dem grünen Zukunftskongress 2006 gehört und fand sie sehr inspirierend und motivierend für meine politische Arbeit.

Woran arbeitest du gerade im Bundestag?

An einem Antrag zur Wasserrahmenrichtlinie - dem bedeutendsten Europäischen Regelwerk im Bereich des Gewässerschutzes und an einem Positionspapier zu den sogenannten Watchdogs, also über neue Formen des Verbraucherschutzes in den liberalisierten Märkten der Daseinsvorsorge; zum Beispiel Energie, Telekommunikation und Finanzdienstleistungen.

Was war dein bislang schönster Tag im Bundestag?

Auch nach einem Jahr ist Parlamentsarbeit immer noch neu und spannend für mich - deshalb freue ich mich eigentlich jeden Morgen auf die Arbeit. Aber etwas ganz besonderes war meine erste Rede im Plenum: Fast alle grünen FraktionskollegInnen waren gekommen, um mich zu unterstützen. So volles Haus hat man nicht immer.  

Wenn ich BundeskanzlerIn wäre, …

würde ich die Ökologie mehr in den Vordergrund meines Regierungshandelns stellen und nicht nur auf internationalen Konferenzen darüber reden.

 

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