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Nationalsozialismus | 11.04.2008

Zug der Erinnerung

Der "Zug der Erinnerung" ist eine Ausstellung, die sich in besonderer Weise dem Thema der Deportationen im Dritten Reich widmet. Dargestellt werden in dem "rollenden" Ausstellungszug, ausgewählte Einzelschicksale von Kindern und Jugendlichen, die mit der Reichsbahn in den Tod fuhren.

Die Initiative "Zug der Erinnerung"  wird organisiert von deutschen Bürgerinitiativen und unterstützt vom Deutschen Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg, Niedersachsen-Mitte, NRW, Sachsen u. Thüringen sowie von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Die grüne Bundestagfraktion begrüßt und unterstützt dieses in vielfacher Hinsicht vorbildhafte Projekt. Entstanden aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, kann der "Zug der Erinnerung"  als Modell dienen, wie die Zukunft der Erinnerung nicht lediglich "von oben" verordnet, sondern "von unten" befruchtet wird. Zugleich bietet es gerade für jüngere Generationen eine pädagogisch wertvolle Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der NS-Terrorherrschaft.

Wir fordern die Deutsche Bahn AG auf, der Initiative "Zug der Erinnerung" den zur Verfügung stehenden Betrag von 100.000 Euro für die anfallenden Trassen- und Stationsentgelte zu spenden. Statt die Initiative "Zug der Erinnerungen" zu behindern, sollte die Deutsche Bahn Holding endlich das große Engagement der vielen beteiligten Bürgerinitiativen würdigen und ihren Beitrag zu dieser besonderen Form des Erinnerns leisten.

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