Eine Bilanz der Naturschutzarbeit der Bundesregierung
In ganz Deutschland steht der Erhalt der biologischen Vielfalt immer noch den Interessen der Nutzer und Investoren hinten an. Vielerorts haben sich daher engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die Zerstörung von Ökosystemen zu kämpfen. In Nordrhein-Westfalen sollen im Rahmen der Erweiterung des Freizeitparks "Phantasialand" bei Brühl ca. 50.000 30 bis 75 Jahre alte Bäume im Gebiet des Naturparks Rheinland gefällt werden. Flächen für Ausgleichsmaßnahmen wie Wiederaufforstungen sind nicht vorhanden oder geplant. Es steht ein intaktes Ökosystem, ein einzigartiger Lebensraum und Erholungsort auf dem Spiel. In Berlin sollen in Kreuzberg am Landwehrkanal 200 Bäume gefällt werden, weil die Uferbefestigungen als marode gelten und die Bäume darum eine Gefahr darstellen sollen. Auch hier kämpfen Bürgerinnen und Bürger aktiv für den Schutz der Bäume. Denn die Bundesregierung will kein Geld in die naturverträgliche Sanierung stecken; Bäume zu fällen ist kostengünstiger. An die Anwohner wurde nicht gedacht.
