AKWs werden nicht gebraucht
Erneut mussten deutsche Atomkraftwerke vom Netz genommen werden: Diesmal das "moderne" AKW Emsland in Niedersachsen und das AKW Philippsburg II in Baden-Württemberg. Zusammen mit dem AKW Krümmel mussten so gleich drei deutsche Atomkraftwerke innerhalb weniger Tage wegen Störungen vom Netz genommen werden.
Die Vorfälle zeigen: Die Betreiber bekommen ihre AKW nicht in den Griff. Bei den älteren AKWs reihen sich Störung an Störung. Aber auch bei den neueren AKWs wie Philippsburg II (Inbetriebnahme 1984) oder Emsland (Inbetriebnahme 1988) ist die Panne der Normalfall. Atomkraft ist und bleibt unbeherrschbar und gefährlich.
Durch den Siegeszug der erneuerbaren Energien wird die Atomkraft immer weniger gebraucht. Die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie der Schrottreaktor Krümmel könnten sofort abgeschaltet werden, ohne dass ein Energieengpass entsteht. Zwischenzeitlich standen wegen notwendiger Revisionen und Pannen sogar acht AKWs still, wie auch über weite Teile der letzten Jahre. Dennoch exportiert Deutschland Strom im großen Umfang, von einer angeblichen Stromlücke kann keine Rede sein.
Die Bundesregierung sollte endlich auf die Menschen im Lande hören, die mehrheitlich sowohl für eine schnelle Abschaltung der alten, unsicheren AKWs als auch für die Einhaltung des beschlossenen Atomausstiegs sind.
