Auch kurz vor dem Welttierschutztag zeigte die schwarz-gelbe Koalition kein Herz für Tiere. Im Bundestag lehnte sie unsere Initiativen zur Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mast- und Zuchtkaninchen und zur schnellen Einführung des Nutztier-Tierschutz-TÜVs ab.
In der Debatte zeigte sich, dass für CDU/CSU und FDP die wirtschaftlichen Interessen der Tierhalter deutlichen Vorrang vor den Schutzinteressen der Tiere haben. So warnte der CDU/CSU-Berichterstatter für Tierschutzfragen, Dieter Stier, davor, die tierhaltenden Unternehmen durch zusätzliche Bürokratie zu überfordern und in ihrer wirtschaftlichen Freiheit einzuschränken.
Der nachweislich bestehende Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher, Produkte aus artgerechter Haltung kaufen zu wollen, wird von der Koaltion ebenso ignoriert wie der ständig wachsende Protest von Bürgerinitiativen gegen die Massentierhaltung. Dabei beweisen die Entwicklungen am Eiermarkt nach Einführung der Eier-Kennzeichnung, dass die Konsumenten ihre Einkaufsverhalten ändern, wenn sie eine verlässliche Entscheidungsgrundlage haben: der Anteil von Eiern aus alternativen Haltungsformen an den Haushaltseinkäufen lag Ende 2009 bei 81,1 Prozent. Doch CDU/CSU und FDP haben kein Interesse an einer art- und umweltgerechten Tierhaltung zur Erzeugung qualitätsvoller Lebensmittel. Sie setzen auf Massentierhaltung und Billigfleisch für den Export. Das Bekenntnis von schwarz-gelb im Koalitionsvertrag zur zentralen Bedeutung des Tierschutzes wird so zur Farce.
