Suchfeld anzeigen
Jungenpolitik | 14.04.2011

Boys' Day – der Jungen-Zukunftstag

Girls' und Boys' Day 2011

Endlich gibt es das Pendant zum Girls' Day.

Geschlechtergerechte Politik heißt, die Bedürfnisse von Mädchen und Jungen gleichermaßen zu berücksichtigen. Männliche wie weibliche Jugendliche müssen ihre Talente und Potenziale voll entfalten können. Nach wie vor gilt aber, dass sowohl Mädchen als auch Jungen ihre Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl nur auf ein kleines Spektrum an Bildungs- und Karrierewegen konzentrieren. Jungen haben vielfältige Interessen, Kompetenzen und Bedürfnisse. Dennoch wählt mehr als die Hälfte der männlichen Auszubildenden einen von zwanzig eher jungentypischen Ausbildungsberufen. Im sozialen, pflegerischen oder erzieherischen Bereich sind Jungen – trotz sich zuspitzendem Fachkräftemangel – bisher unterrepräsentiert. Daher ist es an der Zeit, den Horizont zu erweitern, Jungen ein breiteres Spektrum und zusätzliche Zugänge zu eröffnen.

Während sich der Girls´ Day bereits als feste Tradition etabliert hat, findet sein Pendant der Boys´ Day in diesem Jahr am 14. April zum ersten Mal bundesweit statt. Bündnis 90/Die Grünen haben sich lange für einen solchen Tag stark gemacht und wir freuen uns, dass es ihn nun endlich gibt. Als Zukunftstag soll er Jungen neue Wege und weitere Perspektiven jenseits traditioneller Lebens- und Jobpfade eröffnen. Der Tag ist ein guter Anlass, Jungen einen Einblick in Berufswelten zu geben, in denen der Frauenanteil stark überwiegt. Bundesweit gibt es die verschiedensten Initiativen von Einrichtungen, Organisationen, Bildungsinstitutionen oder Unternehmen sowie Selbstständigen und Freiberuflern, die Jungen Einblicke in ihren Berufsalltag ermöglichen wollen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Jungen lernen ihnen unbekannte Berufe praxisnah kennen, Schulen verbessern ihre Berufsorientierung, Eltern können den Orientierungsprozess ihrer Söhne aktiver begleiten, mitmachende Institutionen und Betriebe erschließen sich neue Ressourcen. Ein Zukunftstag wie dieser ist ein Gewinn für alle Seiten und ein Impuls für die Netzwerkarbeit vor Ort, im Stadtteil oder der Region.

Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender und Kai Gehring, jugendpolitischer Sprecher haben am boys´day dem Projekt "Haushaltüberlebenstraining" einen Besuch abgestattet.

Im Rahmen eines Trainingsparcours haben die Jugendlichen an diesem Tag im SOS Berufsbildungszentrum Einblicke über Ausbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Hauswirtschaft und Gastronomie vermittelt bekommen. Ganz praktisch mussten sich die Jugendlichen vorstellen, eine eigene Wohnung zu haben. Zu den wichtigsten Haushaltsarbeiten gehören da auch die Raum- und Wäschepflege, das Bügeln oder Knopf Annähen und das Kochen. Alles dies sind Tätigkeiten, denen man auch beruflich nachgehen kann, vorausgesetzt, die Tätigkeiten liegen einem und man weiß von diesen Berufsmöglichkeiten.

Mehr Infos zum "Haushaltsüberlebenstraining" im SOS Berufsausbildungszentrum:
http://www.boys-day.de/aktool/ez/eventvcard.aspx?id=34652

 

 

 

verwandte Themendossiers

    Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.
    Girls' und Boys' Day 2011

    Mehr zum Thema

    Grüne Biografien

    Wie unsere Abgeordneten zur Politik gekommen sind

    Pressemitteilungen