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MEIN LIEBLINGSPLATZ im Wahlkreis ist …
… das Schwarzwäldle in Ravensburg, weil man dort von Natur umgeben richtig schön auf den Wahlkreis mit all seinen unterschiedlichen Facetten und Gesichtern schauen kann. Außerdem sind die wunderschönen Altstädte wie in Wangen, Leutkirch, Ravensburg oder Bad Waldsee Orte, an denen ich unheimlich gern bin.
WK-BÜRO:
Rosenstrasse 39
88212 Ravensburg
Mitarbeiter: Michael Ecker
Der 2009 neu geordnete Wahlkreis 294 Ravensburg entspricht mit Ausnahme der Gemeinden Aichstetten, Aitrach, Bad Wurzach und Kißlegg dem Landkreis Ravensburg.
Der Landkreis Ravensburg ist flächenmäßig der zweitgrößte Baden-Württembergs; Siedlungsschwerpunkte sind das Schussental mit Ravensburg und Weingarten, die Allgäu-Städte Wangen und Leutkirch sowie im Norden des Wahlkreises Bad Waldsee. Im Westen und Nordosten finden sich ökologisch wertvolle, zum Teil wiedervernässte Hochmoorflächen. Die weite Ausdehnung, die überwiegend in Nord-Süd-Richtung orientierten Verkehrswege und die unterschiedlichen Landschaften tragen dazu bei, dass sich in den verschiedenen Siedlungsschwerpunkten eigenständige lokale Identitäten herausgebildet und erhalten haben.
Die Arbeitslosenquote im Kreis liegt unter vier Prozent, der niedrigste Wert in Baden-Württemberg. Zu verdanken ist dies unter anderem einer breiten Mischung unterschiedlicher Branchen: Traditionelle bäuerliche Landwirtschaft mit vielen Bio- beziehungsweise Öko-Betrieben; Autozulieferer und Sonderfahrzeugbau; Turbinen-, Papier- und sonstiger Maschinenbau; Elektronik- und Umwelttechnologie-Unternehmen; viele Sozialunternehmen und die Hochschulen in Ravensburg und Weingarten.
Trotz florierender und innovativer Unternehmen sieht sich Oberschwaben zunehmend im Verkehrsschatten. Seit vielen Jahrzehnten kämpft die Region für die Elektrifizierung der Südbahn, Teil der Bahn-Magistrale Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen-Bregenz; trotz wiederholter Versprechen aus Landes- und Bundespolitik ist bislang nichts geschehen. Viele befürchten, dass Stuttgart 21 Vorrang gegenüber diesem wichtigen Infrastrukturprojekt hat. Von ihren Abgeordneten in Berlin erwarten die Menschen der Region, sich gegen den Rückzug der Bahn aus der Fläche und für die dringend notwendigen Investitionen in die Bahninfrastruktur einzusetzen.
Für die meist kleinteilig in bäuerlichen Familienbetrieben organisierte Landwirtschaft sind der Widerstand gegen Agro-Gentechnik, gegen überkommene Vorstellungen von "Wachse oder weiche" und für neue, verbraucher- und erzeugerfreundlichere Marktstrukturen (nicht nur in der Milchwirtschaft) ein überlebenswichtiges Thema. Die bisherigen Abgeordneten aus der Region sind hier zu oft den Lobbys eines Partikular-Interessen vertretenden Bauernverbands und der agrochemischen Industrie gefolgt.
Weitere in der Region aktuell und intensiv diskutierte Themen sind der zu hohe Flächenverbrauch, hohe Verkehrsbelastungen entlang der Bundesstraßen, die willkürlichen, langfristige Planungen vereitelnden Kürzungen der Fotovoltaik-Vergütung nach dem EEG, die Notwendigkeit ordnenden Eingreifens im Biogas-Bereich und der Ausbau der Windenergie-Kapazitäten in der Region.