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Mit der Absenkung der Sozialversicherungsbeiträge im unteren Einkommensbereich schaffen wir schließlich auch die Voraussetzungen dafür, dass im Handwerk, bei Dienstleistungen und in vielen anderen Bereichen neue Arbeitsplätze entstehen können und die Schwarzarbeit zurückgeht. Ein Beispiel:
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Die Absenkung der Sozialversicherungsbeiträge führt zwar zunächst zu Mindereinnahmen bei den Sozialversicherungsträgern. Durch die Abschaffung der bisherigen Steuer- und Abgabenprivilegierung der Minijobs steigen jedoch umgekehrt die Einnahmen. Außerdem sinken die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II, da mehr Menschen aus Arbeitslosigkeit in Erwerbsarbeit wechseln. Insgesamt bleibt dennoch ein Netto-Finanzierungsbedarf von rund 6,5 Milliarden Euro, um die Absenkung zu finanzieren und gleichzeitig die soziale Absicherung von Geringverdienern bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit und Alter zu garantieren. In diesem Umfang ist also eine Gegenfinanzierung aus Steuern notwendig. Diese Umfinanzierung der sozialen Sicherheit von Abgaben hin zu Steuern ist jedoch beschäftigungspolitisch notwendig und steuerpolitisch möglich. Insbesondere die skandinavischen Länder haben uns vorgemacht, dass man mit stärker steuerfinanzierten Sozialsystemen Beschäftigung aufbauen kann.
Schwarz-Gelb will weit höhere Milliardenbeträge für Steuersenkungen bei den Besserverdienenden ausgeben. Das bedeutet eine Fortsetzung der Umverteilung von unten nach oben. Das ist der falsche Weg. Wir wollen dagegen zielgerichtet einen einstelligen Milliardenbetrag einsetzen, um Haushalte mit geringen Einkommen spürbar zu entlasten, ihre soziale Absicherung sicherzustellen und ihre Beschäftigungsaussichten zu verbessern. So würde der Trend zu schrumpfenden Nettoeinkommen umgekehrt und die Schere zwischen Geringverdienern und Besserverdienern ein Stück weit wieder geschlossen.
