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Die kulturelle Vielfalt Deutschlands ist durch den demografischen Wandel verbunden mit Abwanderung gerade aus ostdeutschen Regionen stark gefährdet. Doch auch Menschen in strukturschwachen Regionen haben ein Recht auf ein lebendiges Kulturleben. Es gilt, den gleichberechtigten Zugang zu kultureller Infrastruktur auch unter veränderten Bedingungen zu ermöglichen. Bibliotheken, Museen und Theater dürfen nicht gleichermaßen "mitschrumpfen".
Regionale Kooperationen bieten die Möglichkeit, auch in Regionen mit zurückgehender Bevölkerung ein hochwertiges kulturelles Angebot zu erhalten und so die Attraktivität und Identität dieser Regionen zu stärken. Solche so genanten weichen Standortfaktoren spielen auch bei der Ansiedlung von Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Ein gutes Vorbild für solche regionalen Kulturräume ist das sächsische Kulturraumgesetz, vergleichbare Ansätze sollten auch anderswo gefördert und unterstützt werden.
Die Kulturinstitutionen in solchen Regionen müssen sich mehr auf diese veränderte Realität einstellen und nicht nur das Publikum von heute, sondern im Sinne einer "demografischer Gerechtigkeit" ebenso die Zielgruppen von morgen ansprechen.