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1. März 2007

Der Emissionshandel wirkt

Zur Ankündigung vom Energieversorger EnBW, den Bau eines Braunkohlekraftwerkes in Sachsen-Anhalt wegen zu hoher Kosten für CO2-Zertifikate aufzugeben, erklärt Reinhard Loske MdB:

Der Emissionshandel beginnt zu wirken. Offenbar setzt sich zunehmend die Einsicht durch, dass milliardenschwere Investitionen in Kohlekraftwerke mit Laufzeiten von über 40 Jahren betriebswirtschaftlich hochriskant sind. Wer angesichts von steigenden CO2-Preisen heute noch in herkömmliche Kohlekraftwerke investiert, läuft Gefahr, viel Geld in den Sand zu setzen. Das erkennen nach den Umweltschützern zunehmend auch Aktionäre und Konzernvorstände.

Nachdem in den letzten Tagen mehrere Stadtwerke ihren Rückzug aus einem geplanten Steinkohlekraftwerk der STEAG in Herne angekündigt haben, hat heute die EnBW mitgeteilt, auf den Bau eines Braunkohlekraftwerks bei Halle/Saale zu verzichten.

Zunehmend wird so der Weg für sinnvolle Investitionen in Energieeinsparung, Effizienz und erneuerbare Energien frei. Diese dezentralen Technologien sind wesentlich beschäftigungsintensiver als Bergbau und Großkraftwerke. Für Sachsen-Anhalt bedeutet diese Entscheidung einen Gewinn, wenn nun in besser gedämmte Häuser, moderne Blockheizkraftwerke sowie Energie aus Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme investiert wird. So würde auch der sachsen-anhaltinische Landesslogan "Wir stehen früher auf" seinem Namen alle Ehre machen.

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