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Ländliche Räume

10. August 2007

Vielfalt auf dem Lande

Cornelia Behm tourt durch zehn Bundesländer

Im ländlichen Raum bewegt sich viel.
LEADER steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Die EU-Gemeinschaftsinitiative förderte zwischen 1991 und 2006 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum. Im Fokus des Programms stand die Durchführung integrierter, qualitativ hochstehender und origineller Strategien für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei wurden Partnerschaften und Netzwerke für den Austausch von Erfahrungen unterstützt. Nachdem das Förderprogramm im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde machte sich Cornelia Behm auf den Weg, um die Ergebnisse vor Ort zu betrachten.

"Mich haben die Erfolge sehr beeindruckt", fasst Behm die Erfahrungen aus ihrer zweiwöchigen Reise in zehn Modellregionen zusammen. Projektbesuche und Diskussionsveranstaltungen mit regionalen Akteuren ermöglichten einen intensiven Erfahrungsaustausch.

Vielfalt auf dem Lande, Arbeitsreise von Cornelia Behm Vielfalt auf dem Lande, Arbeitsreise von Cornelia Behm

Auch das öffentliche Interesse war groß, als Cornelia Behm die Hofstelle Dabrun (Wittenberger Land, links im Bild) und zwei Tage später den Ringstetthof in Lübeck besuchte.

"Wieder wurde mir deutlich, wie vielseitig der ländliche Raum ist. Dabei werden ganz verschiedene Lösungen für Probleme wie Arbeitslosigkeit oder Landflucht gefunden, die die oft auch auf die Bundespolitik übertragbar wären. Doch dazu brauchen wir eine gezieltere Förderpolitik, damit individuelle Initiativen in den Regionen ein breite Wirkung entfalten können. Für die gesammelten Informationen bin ich allen meinen Gastgebern sehr dankbar. Sie sind wertvolle Anregungen für die Ausrichtung der künftigen nationalen Förderstrategie für die Entwicklung der ländlichen Gebiete."

Besonders wichtig für das Erreichen gesetzter Ziele war in allen Regionen das Engagement der Menschen vor Ort. "Dort wo gute Ideen waren, die zielstrebig und energisch umgesetzt wurden, war die LEADER-Förderung ein Segen. Das Geld gab den Akteuren ,Wind unter die Flügel' und so konnten sie manchmal sogar mehr erreichen, als sie ursprünglich dachten." so Behm.

Vielfalt auf dem Lande, Arbeitsreise von Cornelia Behm Vielfalt auf dem Lande, Arbeitsreise von Cornelia Behm

Ein Genuss: Leckereien aus der Dorfkäserei Gersbach (links im Bild). Probleme mit der Besteuerung von Biodiesel brachten die Betreiber einer Rapsmühle im Burgenland der Abgeordneten nahe.

Die Abgeordnete war beeindruckt vom Landfrauenverband in Niedersachsen. Die Damen hatten mit großem Engagement Arbeitsplätze in der Gastronomie, im Tourismus und in der Erwachsenenbildung geschaffen. In Lübeck wurde mit der Unterstützung aus dem LEADER-Programm ein Haus aus Holz und Schilf konstruiert, das weitgehend brandsicher ist. In Mecklenburg-Vorpommern entstand eine Technologie, mit der das an den Stränden der Ostsee anfallende Seegras als Rohstoff in der Industrie verwertet werden kann.

"Diese Beispiele zeigen, wie aus den Potentialen, die in jeder Region stecken, ein Mehrwert gewonnen werden kann. Und darum geht es mir auch bei meiner Politik für den ländlichen Raum. Wir müssen jedem Landstrich die Chance geben, sich der eigenen Möglichkeiten zu bedienen und eine sanfte Anschubfinanzierung gewähren. So wird es möglich, regionale Identitäten zu wahren und die Zukunft für das Landleben zu sichern."

Dass man zukünftig weiter auf Bewährtes aufsetzen sollte, um so den erfolgreichen Weg der ländlichen Entwicklung voranzutreiben, war gemeinsamer Konsens in allen besuchten Regionen.

 

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