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Katrin Göring-Eckardt berichtet aus Gorleben
Gorleben ist das Wohnzimmer der Antiatomkraft-Bewegung. Bei den Aktionen in diesem Jahr musste ziemlich viel angebaut werden. Es beteiligten sich so viele wie nie, der Transport wurde länger aufgehalten denn je.
v.l.: Britta Hasselmann, Toni Hofreiter, Katrin Göring-EckardtDaran, dass so viele mit demonstrierten und mit blockierten, hatte Bündnis90/Die Grünen besonderen Anteil. Nicht nur, weil wir reichlich Fahnen dabei hatten. Wir waren einfach viele und man musste nicht suchen, um "seine" Grünen zu finden, denn wir waren überall. Besonders viele junge Menschen waren da. Die Gespräche beim Laufen und Sitzen drehten sich um Atom- und Energiepolitik, aber auch oft um zivilen Ungehorsam, den Platz in der Demokratie und so fort. Für die Jungen waren die Traktoren ein besonders wichtiger Verbündeter. Dass hier MIT der Bevölkerung, gemeinsam mit den Bauern demonstriert wurde, zeigt, dass diese Bewegung in der Mitte der Gesellschaft ist.
Gesungen wurde, gelacht, sogar getanzt - der Protest ist lebendig und er ist sehr ernst gemeint. Alle, die sagen, da sind Leute, die einfach nur dagegen sind, reden Unsinn. Da sind Menschen unterwegs, die genau wissen, wofür sie sind - für eine energiepolitische Revolution. Und die fangen ja bekanntlich oft auf der Strasse an…