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Der Widerstand in Gorleben war ein Riesenerfolg. Der friedliche Protest von 16.000 Menschen am Samstag sowie zahlreiche Aktionen entlang der Transportstrecke haben gezeigt, dass Menschen aus der ganzen Republik sich mit aller Entschlossenheit gegen die Atomkraft wehren. Besonders viele junge Gesichter sind Teil der Bewegung. Sie zeigen, dass mit den Vorgängen um Asse, mit der unverhohlenen Atomfreundlichkeit von Schwarz-Gelb und den Lügen der Atomlobby eine neue Generation von Atomkraftgegnern herangewachsen ist.
Es ist zu hoffen, dass es durch besonnenes Handeln auf beiden Seiten weiterhin friedlich bleibt und auf Gewalt verzichtet wird.
Bündnis 90/Die Grünen haben den Protest mit voller Kraft unterstützt. Wir haben Tausende Menschen mobilisiert, in Gorleben zu demonstrieren, unter ihnen die halbe Bundestagsfraktion (Berichte der Bundestagsabgeordneten lesen Sie hier). Noch am Montag Vormittag sind Abgeordnete unserer Fraktion vor Ort und beteiligen sich an der Blockade des Zwischenlagers. Wir sind die Anti-Atom-Partei und natürlicher Bestandteil der wieder erstarkten Anti-Atom-Bewegung.



Mehr als 16.000 Menschen demonstrierten am 8. November in Gorleben gegen Atomkraft. Mit dabei: etwa 25 Mitglieder der grünen Bundestagsfraktion. (18 Bilder)
Gorleben hat gezeigt, dass die Atom-Lobby und ihre Verbündeten in Union und FDP sich auch im Wahljahr 2009 auf erbitterten Widerstand gegen ihre Atom-Pläne gefasst machen müssen. Der Atomausstieg steht in der grünen Geburtsurkunde. Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu verhindern und eine ergebnisoffene Standortsuche für ein Endlager durchzusetzen.
Der Standort Gorleben wurde vor 30 Jahren aus politischen Motiven festgelegt, da sich der damalige CDU-Ministerpräsident Albrecht Investitionen für sein Bundesland versprach. Außerdem erwartete er im "Zonenrandgebiet", nur wenige Kilometer von der früheren innerdeutschen Grenze entfernt, kaum Widerstand.
Doch alles ist anders gekommen: Die Investitionen blieben aus, der Widerstand war erbittert, und der Standort liegt heute mitten im vereinigten Deutschland. Bis heute fehlt eine unvoreingenommene und vergleichende Prüfung des Salzstocks auf seine Eignung als Endlager. Das muss sich ändern! Dafür haben wir am Wochenende gekämpft und wir werden es weiter tun!
Auf den folgenden Seiten lesen Sie persönliche Eindrücke unserer Bundestagsabgeordneten von den Protesten in Gorleben:
| Bärbel Höhn | S. 2 |
| Katrin Göring-Eckardt | S. 3 |
| Thea Dückert | S. 4 |
| Brigitte Pothmer | S. 5 |