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Der internationale Klimaschutz tritt auf der Stelle. In wichtigen Fragen wie der Minderungsziele für Treibhausgase bis 2020 oder der Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel für Anpassung und Technologietransfer gibt es nach wie vor keine Verständigung.
Es ist immer leicht auf andere zu schauen und für den Stillstand bei den Verhandlungen verantwortlich zu machen. Doch auch die EU ist kein Vorbild. Sie hat sich noch immer nicht auf eine einheitliche Verhandlungsposition für Kopenhagen einigen können. Insbesondere in der Frage von Finanzzusagen an die Entwicklungs- und Schwellenländer sind auch von Seiten der EU bislang keine ausreichenden Angebote auf den Tisch gelegt worden. Studien gehen derzeit davon aus, dass weltweit jährlich circa 100 Milliarden Euro für den notwendigen Technologietransfer bereitgestellt werden müssen. Ab 2030 sind dann jährlich weitere 23 bis 54 Milliarden Euro für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel erforderlich.
Insbesondere die bislang von der EU in Aussicht gestellte Minderung ihrer Treibhausgase von 30 Prozent bis 2020 ist klar zu wenig. Die 30 Prozent sollen nicht ausschließlich in der EU selbst erreicht werden, sondern auch über einen erheblichen Anteil durch den Einkauf von Minderungsleistungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Am Ende heißt dies, dass tatsächlich weniger als 20 Prozent in der EU selbst erbracht werden müssen. Damit bleibt die EU klar hinter den Mindestanforderungen des IPCC zurück.