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Der Betrieb von Atomkraftwerken ist immer mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Der unter Rot-Grün durchgesetzte Atomausstieg hat diese Risiken auf einen Übergangszeitraum begrenzt. Setzt die Bundesregierung jetzt die angekündigte Verlängerung der Laufzeiten durch, würde dies unweigerlich zu einer Erhöhung der Atom-Risiken führen.
Die grüne Bundestagsfraktion hat vor diesem Hintergrund ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem ausgehend von den beiden Altmeilern Biblis A und Neckarwestheim 1 die Risiken alter Atomkraftwerke detailliert beleuchtet und zusätzliche Risiken durch eine Laufzeitverlängerung dargestellt werden. Erstellt hat es Wolfgang Renneberg, der früher im Bundesumweltministerium für die Atomaufsicht zuständig war.
Das Gutachten widerlegt die These, dass deutsche Atomkraftwerke sicher seien. Im Gegenteil: Keines der im Betrieb befindlichen AKW wäre heute noch genehmigungsfähig. Auch fehlt bislang eine Sicherheitsüberprüfung der AKW nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik.
Darüber hinaus weisen vor allem die alten Reaktoren deutliche Sicherheitsmängel auf. Ein Flugzeugabsturz könnte eine Katastrophe auslösen, die ganze Region zerstört und das Land ökonomisch in die Knie zwingt.
Die Studie weist zudem nach, dass selbst eine technische Nachrüstung – sofern sie überhaupt erfolgte - am mangelnden Sicherheitszustand kaum etwas ändern würde. "Durch Nachrüstungen werden immer auch neue Fehler verursacht", hält die Studie fest.
Für uns zeigen die Ergebnisse einmal mehr: Eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist ein Spiel mit dem Feuer. Die ältesten Atomkraftwerke müssen sofort vom Netz. Das wäre möglich, denn der Strom aus den Alt-AKW wird nicht gebraucht. Die ältesten acht AKWs erzeugen gerade soviel Strom wie Deutschland netto exportiert. Sie könnten abgeschaltet werden, ohne dass auch nur eine Licht flackern würde.