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Erneuerbare Energien tragen immer stärker zur Stromversorgung bei und sollen so schnell wie möglich die Stromversorgung möglichst vollständig sicherstellen. Doch die Stromnetze sind für diese Zukunft nicht gerüstet.
Schon heute müssen Windkraftanlage wegen Netzengpässen abgeschaltet werden. Künftig könnte der Ausbau erneuerbarer Energien wegen überalterter Netze ins Stocken geraten. Das muss verhindert werden. Auch dass Energieversorger zeitweise Geld ("negative Preise") zahlen müssen, um ihren Strom im Ausland absetzen zu können, hängt mit der überkommenen Netzstrukur zusammen. Zu wenige Speicher und zuviel Atom- und Kohlestrom im Netz führen zu dieser ökonomisch wie ökologisch widersinnigen Situation.
Die Grünen haben ein Gutachten erstellen lassen, das konkrete Handlungsfelder und Maßnahmen benennt, um die Netze zukunftsfähig zu machen. Darin wird klar, dass wir einen Paradigmenwechsel bei den Stromnetzen brauchen, hin zu Erdkabeln, technischer Optimierung, Speicherbau, Gleichstromleitungen und intelligenter Vernetzung erneuerbarer Energien. Vor allem müssen die Netze endlich raus aus den Energiekonzernen. Der Verkauf des E.ON-Netzes an den niederländischen Tennet-Konzern reicht bei weitem nicht aus. Bundeswirtschaftsminister Brüderle muss jetzt handeln, um die Chance zur Neugestaltunge der Netze nicht zu verspielen. Vattenfall will jetzt ebenfalls seine Netze verkaufen. RWE und EnBW müssen folgen.
Die Zeit für eine Wende bei den Stromnetzen ist reif. Die grüne Bundestagsfraktion will jetzt einen Masterplan "Stromnetze 2020plus"!