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Eine moderne Gesellschaft, die für Lebensmittel keinen Cent zuviel ausgibt und in der man sich um die Finanzierung von Schulobst monatelang streitet, setzt die falschen Akzente. Das Geiz-ist-geil-Dumping hat böse Folgen: Analogkäse, Schinkenimitate, gepresster Fisch als Garnele – die Liste der industriellen Irrwege ist lang. Agrarfabriken und künstliches Essen aus dem Labor setzen unsere Esskultur zusätzlich unter Druck Doch die Berichte über Ekelprodukte haben mittlerweile viele VerbraucherInnen wachgerüttelt: Immer mehr wollen genussvoll und natürlich essen.
Gesunde Ernährung ist auch eine wichtige politische Aufgabe, sie muss noch stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Eine Ernährungswende setzen nur wir Grüne auf die Tagesordnung. Von der ökologischen Agrarproduktion bis zu innovativen Ernährungsaufklärung stehen wir für konsequenten Verbraucherschutz und gesundes Essen von Anfang an. Ein konkretes Beispiel sind die Kennzeichnungsvorschriften für Fleisch, Käse oder frische Milch, die gentechnisch verändert wurden.
Wir wollen Bio für alle und umfassende Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Gentechnik und Gift auf dem Teller lehnen wir ab. Die Einhaltung des Lebensmittelrechts wollen wir mit einem Smiley-System kenntlich machen. Und in der Schule soll für alle ein gemeinsames und gesundes Mittagessen auf dem Tisch stehen.
Ein gewichtiges Ernährungsproblem hat sich mittlerweile zu einem gesellschaftlichen Problem ausgewachsen: der stetig steigende Trend zu Übergewicht. Rund zwei Millionen übergewichtige oder fettleibige Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Deshalb fordern wir eine Nährwert-Ampelkennzeichnung. Wer seine Ernährungsgewohnheiten umstellen muss oder will, ist für einfache und klare Zeichen in grün-gelb-rot auf der Lebensverpackung dankbar. Wer auf einen Blick erkennt, wo Fett, Zucker und Salz in hohen Mengen enthalten sind, kann besser herausfinden, was gesünder ist.
Wir Grüne haben im Jahr 2001 aus der BSE-Krise gelernt und konkrete Schlüsse gezogen: mit der Schaffung eines neuen Verbraucherministeriums. Die Anliegen der Verbraucherinnen und Verbraucher haben wir seitdem konsequent in die politischen Diskussionen eingebracht. Wir bleiben dran und werden im Bundestag auch weiterhin für mehr Verbraucherschutz und eine nachhaltige Ernährungspolitik eintreten!