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Familie ist, wo Kinder sind! Im Fokus unserer Politik steht auch das Wohl jedes einzelnen Kindes. Wir ergänzen unsere Politik für starke Familien durch eine Politik, die Kindern eigenständige Rechte einräumt, sie gezielt fördert und schützt, wo Familien dies nicht leisten.
Und damit – in der Summe dieser individuellen Lebenswege – auch die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Wir wollen, dass Kinder gesund aufwachsen und gut versorgt sind. Dazu gehört eine intakte Umwelt ebenso wie gesunde Ernährung. Kinder haben ein Recht aufeine Erziehung und Bildung, die sie zu eigenständigem Handeln befähigt. Kinder sollen in der Welt der Erwachsenen nicht nur dabei sein, sondern sie sollen ihr Lebensumfeld mitgestalten können– dafür setzen wir uns ein. Sie sollen selbst mitmischen, nicht nur Entscheidungen und Versäumnisse anderer ausbaden.
Wir begreifen Kinder als Subjekte mit eigenständigen Rechten. Kinderrechte zu realisieren ist für uns die Grundaufgabe einer Politik, die sich am Kindeswohl orientiert. Wir wollen dafür ein klares Signal setzen und Kinderrechte in der Verfassung stärken.
Alle Kinder sollen gerechte Startchancen bekommen, das ist eine zentrale Voraussetzung, um Bildungsarmut zu verhindern. Deshalb wollen wir Kinder möglichst früh fördern und deutlich mehr für gute Kindertagestätten, Jugendhilfeangebote oder Schulen investieren. Um der Ausgrenzung von Kindern wirksam zu begegnen, wollen wir die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen im Ganztagesbetrieb vorantreiben. Sie sollen der Schule einen neuen Rhythmus geben, Unterricht neu strukturieren und ganzheitliches Lernen ermöglichen.
Frühkindliche Bildung ist immer noch keine Selbstverständlichkeit. Dabei profitieren alle Kinder und Eltern von guten Kitas. Wir wollen deshalb einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung und Bildung ab dem 1. Lebensjahr. Zudem setzen wir uns für eine Qualitätsoffensive ein, die ihren Namen auch verdient. Wir brauchen bundeseinheitliche Qualitätsstandards für Kinderbetreuungseinrichtungen, die Ausstattung und Gruppengröße genauso umfassen wie pädagogische Qualität und gesunde Mahlzeiten.
Wir wollen erreichen, dass Familien mehr Zeit füreinander haben. Familiennahe Dienstleistungen und Angebote wollen wir deutlich ausbauen. Um zum Beispiel Eltern in ihren Erziehungskompetenzen zu stärken, setzen wir uns für die Erweiterung von Kindertageseinrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren ein.
Wir wollen eine gerechte Gesellschaft – Kinderarmut hat darin keinen Platz! Das derzeitige Familienfördersystem ist ungerecht und schafft es nicht, Kinderarmut zu verhindern. Derzeit sind Kinder dem Staat unterschiedlich viel wert. Allein über die steuerlichen Freibeträge bekommen Besserverdienende unterm Strich mehr als "durchschnittliche" Kindergeldempfänger. Diese massive Ungerechtigkeit wird durch jede Erhöhung der Freibeträge noch verschärft. Kinder im Fürsorge-Bezug haben nichts davon, dabei brauchen gerade sie staatliche Unterstützung. Mit der von uns vorgeschlagenen Kindergrundsicherung setzen wir dem alten System der Familienförderung ein neues, sozial gerechtes Modell entgegen.