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Nanotechnologie

28. August 2009

Chancen und Risiken

Sichere Nanotechnologie kann Ressourcen schonen und Klimaschutz verbessern

 

Panel 1: Schlüsseltechnologie auf dem Weg ins nachhaltige Wirtschaften? Die Effizienzpotenziale der Nanotechnologie

Prof. Dr. Arnim von Gleich, Leiter des Forschungszentrums Nachhaltigkeit (artec) an der Universität Bremen, führte in einem Schnelldurchlauf durch die Entwicklung der Nanotechnologie. Schwerpunkt seiner Zusammenfassung waren die Forschungsbereiche mit besonders hohen Wirkungen für den Klimaschutz, die Ressourceneinsparung und die Materialeffizienz. Für die weitere Entwicklung der Nanotechnologie schlug Arnim von Gleich eine Leitbildorientierung vor. Die große Zustimmung, die die Nanotechnologie seit Mitte der 90er Jahre erfährt, soll durch öffentlichen Diskurs, Information der Öffentlichkeit und ein positives Leitbild wie "Nano für Nachhaltigkeit" erhalten bleiben.

Dr. Wolfgang Luther vom VDI Technologiezentrum gab eine kurze Übersicht über die Nano-Forschungsförderpolitik seit 2000. Dabei wurde einerseits deutlich, dass die Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung schon von Rot-Grün hoch angesetzt wurden, von der derzeitigen Regierung sogar noch gesteigert wurden. Viele der Förderstränge haben Effekte der Nanotechnologie im Blick, die auf Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit setzen. Eine genuine Förderlinie für Nanotechnologie im Umweltschutz wird allerdings erst jetzt eingerichtet. Durch die lange und ausdifferenzierte Förderung ist Deutschland durch eine große Zahl und breite Streuung von "Nano-Unternehmen" in einer wirtschaftlich viel versprechenden Position.

Hans-Josef Fell MdB ging zunächst kurz auf die Hoffungen ein, die Rot-Grün im Jahr 2000 zur gezielten Förderung von Nanoforschung brachten. Verbesserungen in der Mobilität durch Nanotechnologie in neuartigen Batterien sind ein Beispiel, wie Klimaschutz und geringere Abhängigkeit vom Erdöl durch Nano-Einsatz realisiert werden können. Um diese Chancen weiterentwickeln zu können, bedürfe es, so Hans-Josef Fell, gezielter Forschungsförderung und ausreichender Risikoforschung. Außerdem müsse ein offener Diskurs von der Politik gefördert und von der Industrie ernst genommen werden. Nur so könne der alte Reflex "Risiken schaffen Ablehnung" ersetzt werden durch eine Haltung gegenseitiger Offenheit  zwischen Unternehmen, Politik und VerbraucherInnen.

 

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