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Frauenquote

21. April 2010

Grüne für Nürnberger Resolution

Quote für Aufsichtsräte und Gleichstellungsgesetz

Am 21. April 2010 trafen sich die Vorsitzende der grünen Bundestagfraktion Renate Künast, ihre Stellvertreterin Ekin Deligöz, die frauenpolitische Sprecherin Monika Lazar und die wirtschaftspolitische Sprecherin Kerstin Andreae mit Martine Herpers, um die von ihr initiierte "Nürnberger Resolution zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten und Führungspositionen" zu unterschreiben.

Ebenfalls dabei: Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom, die gerade mit einer verpflichtenden 30-Prozentquote für Führungspositionen bis 2015 Furore machte.

Die 2008 gestartete "Nürnberger Resolution zur Erhöhung des Frauenanteil in Aufsichtsräten und Führungspositionen" fordert von der Bundesregierung, bis 2013 eine Mindestquote von 40 Prozent für Frauen und Männer in Aufsichtsräten gesetzlich festzulegen. Daneben werden die gesetzliche Verankerung von Qualifikationsstandards für Aufsichtsratsmitglieder und der Aufbau einer zentralen Datenbank für Interessentinnen gefordert. Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft soll Frauen schneller in Führungspositionen bringen und die Entgeltdiskriminierung abbauen.

Unterzeichnung Nürnberger Resolution, 21.4.2010Unterzeichnung Nürnberger Resolution, 21.4.2010Unterzeichnung Nürnberger Resolution, 21.4.2010

Renate Künast, Ekin Deligöz, Monika Lazar und Kerstin Andreae bei der Unterzeichnung der Nürnberger Resolution.  (4 Bilder)

Inzwischen wird die die Nürnberger Resolution in neun deutschen (Metropolen)Regionen unterstützt (Aachen, Berlin/Brandenburg, Bremen, Hamburg/Schleswig-Holstein, Landkreis Marburg/Biedenkopf, München, Nürnberg, Rhein-Main und Stuttgart).

Bündnis 90/Die Grünen haben das Anliegen der Nürnberger Resolution von Beginn an geteilt – hatten wir doch im Mai 2007 die Forderung nach einer Quote für Aufsichtsräte erstmals in den Bundestag eingebracht. Damals wurde dies von Schwarz-Rot abgelehnt. Im März 2010 votierte dann Schwarz-Gelb  gegen einen erneuten grünen Antrag in dieser Sache. "2011 werden wir zum 100. Mal den Internationalen Frauentag feiern. Dann wollen wir nicht nur Worte sondern auch Taten sehen", erklärte Renate Künast.

Und Vorbilder gibt es inzwischen. Norwegens Wirtschaft ist nach der Einführung der Frauenquote in Aufsichtsräten nicht zusammengebrochen. Studien zeigen vielmehr, dass gemischte Teams besser arbeiten. Die deutsche Frauenministerin jedoch wurschtelt seit Monaten an nebulösen Stufenplänen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Wirtschaft - die aber möglichst niemandem zu irgendetwas zwingen sollen.

Wer so agiert, vergeudet nur Zeit.

 

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