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Workshop Bürgerversicherung II
Im Workshop Bürgerversicherung II entwickelte sich – unter der Leitung des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Fritz Kuhn – eine äußerst lebhafte Debatte. Die Kommentare, Fragen und Anregungen drehten sich dabei nicht nur um Teilaspekte der Bürgerversicherung. Vielmehr verbreiterte sich die Diskussion schnell und streifte auch Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik. Neben vielen anderen Gästen mischten unter anderem der ehemalige langjährige Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. Ellis Huber, und der für die Krankenhäuser der Landeshauptstadt zuständige Stuttgarter Bürgermeister Klaus-Peter Murawski eifrig mit.
So wurde durchaus kontrovers diskutiert, ob das ewige Lamento „Es wird immer alles teurer im Gesundheitswesen“ angemessen sei und ob es nicht auch ein gutes Zeichen sein kann, wenn eine Gesellschaft mehr Geld als früher für Gesundheit ausgibt. Im Hinblick auf die Bürgerversicherung wurde in mehreren Beiträgen betont, dass klar sein müsse, dass man das Konzept Bürgerversicherung nicht wie eine Monstranz vor sich her tragen dürfe, sondern dass es ein Instrument beziehungsweise ein Mittel zur Umsetzung grüner Gesundheitspolitik sei. Weitere diskutierte Themen waren unter anderem die Rolle der Sozialwahlen, das Verhältnis Arzt/Ärztin und Patient/in, die Entwicklung der Ausgabenseite des Gesundheitswesens sowie die Frage ausgeweiteter Mitbestimmungsmöglichkeiten im System, Stichwort: Krankenhaus in Bürgerhand.
weiter mit: Ideenwerkstatt Demografischer Wandel und Versorgung vor Ort