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Ideenwerkstatt: Demografischer Wandel und Versorgung vor Ort
Wie können sich Kommunen, Städte und Regionen aufstellen, um angemessen auf die sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen zu reagieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Ideenwerkstatt Demografischer Wandel und Versorgung vor Ort. Elisabeth Scharfenberg, alten- und pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion betonte, dass der Bevölkerungsrückgang, ein wachsender Anteil von Personen über 65 Jahren, weniger Kinder und eine Abnahme junger Familien nur einige Aspekte sind, die den demografischen Wandel kennzeichnen. Die gesellschaftlichen Entwicklungen schlagen sich auch in veränderten Anforderungen an die Gesundheitsversorgung nieder.
Dabei ist der demografischer Wandel ganz und gar kein Schreckgespenst für Kommunen, Städte und Regionen. Aber er ist Handlungsauftrag und erfordert eine Reaktion. Ein „Weiter so!“ wie bisher kann es nicht sein. Gefragt ist ein Umdenken und ein Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.
In zwei Arbeitsgruppen wurde den Fragen nachgegangen, wo die zukünftigen Probleme der gesundheitlichen Versorgung in einer Stadt und auf dem Land liegen, welche Angebote vor Ort bereitstehen müssen, was genau wann und wie gebraucht wird – und nicht zuletzt wer das alles machen, koordinieren und organisieren soll.
Mit großem Ideenreichtum nahmen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Fragen an und brachten gute Lösungen und vielfältige Ideen ein. Die Ergebnisse reichten von ganz konkreten Vorschlägen bis zu allgemeinen Grundsätzen wie Vernetzung, Umdenken und Kommunikation.
Die Gemeinde Bruchsal hat sich im Rahmen des Projekts „NAIS“ (Neues Altern in der Stadt) der demografischen Entwicklung vor Ort gewidmet. Volker Falkenstein berichtete als Vertreter der Stadt Bruchsal, dass im Rahmen von NAIS das Thema Gesundheitsversorgung und -vorsorge aufgegriffen wurde. Seit 2007 wird auf breiter Basis mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort an Themen rund um die Gesundheit gearbeitet. Gesundheit in Bruchsal ist auch ein Ergebnis des sozialen Miteinanders und der Eingebundenheit der Menschen vor Ort. Voraussetzung ist, so Falkenstein, dass Politik bereit ist und den Mut hat, die Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen, zu unterstützen und zu fördern. Kommunikation auf Augenhöhe und Vernetzung sind dabei Schlüsselanforderungen.
Fazit der Ideenwerkstatt: Eine gute Gesundheitsversorgung in Zeiten des demografischen Wandels braucht Menschen, die sie aktiv mitgestalten – und eine Politik, die stützende und förderliche Rahmenbedingungen bietet. Die Werkstatt sollte und kann nur Auftakt und Anstoß für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein, vor Ort selbst tätig zu werden. Es wurde deutlich, dass der erste Schritt immer der wichtigste ist. Oder, mit den Worten von Volker Falkenstein: „Fange nie an, aufzuhören und höre nie auf, anzufangen.“
| Download (nicht barrierefrei) |
| Vortrag Falkenstein |
| AG 1 |
| AG 2 |
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