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Ideenwerkstatt Prävention
Heinz-Peter Ohm vom Gesundheitsamt Stuttgart stellte im Rahmen des von Maria Klein-Schmeink geleiteteten Workshops das Netzwerk g’sund und g’scheit vor, das gesundheitsfördernde Schulen und Kindertageseinrichtungen fördert. Neben den klassischen Bausteinen Bewegung, Ernährung und der Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Arbeits- und Lebensraums für die Kinder und Erziehenden, spielt dort die seelische Gesundheit eine wichtige Rolle. Zentrale Bestandteile nachhaltiger Veränderungen seien Elternbeteiligung und ein Fachbeirat bestehend aus Schulamt, Sportamt, Elternbeirat, Krankenkassen und weiteren Einrichtungen. Ein Präventionsgesetz, bessere Vernetzungsstrukturen wie kommunale Gesundheitskonferenzen, mehr Unterstützung durch Bildungsträger und die Einbeziehung von OrganisationsentwicklerInnen mit Schwerpunkt Gesundheit können die dringend notwendige Arbeit in Settings stärken.
In den Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden Voraussetzungen für mehr Gesundheitsförderung und bessere Erreichbarkeit von sozial Benachteiligten. In der Gruppe von Ekin Deligöz, stellvertretende Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion, wurde über die stärkere Einbeziehung des Ehrenamts diskutiert und ein Schulfach „Lebenspraxis“ empfohlen. In der Gruppe von Maria Klein-Schmeink wurden abgestimmte kommunale Konzepte und eine gesicherte kommunale Finanzierung gefordert. Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz und Angebote für Männer und Ältere müssten eine größere Rolle spielen. In der Gruppe von Eva-Marie Torhorst, Referentin für Gesundheitspolitik der bayerischen Landtagsfraktion, wurde die stärkere Einbeziehung von Ausländerbeiräten und Quartiersmanagement befürwortet.
In ihrem abschließenden Vortrag stellten Sigrid Räkel-Rehner und Rukiye Kaplan das Projekt Gesundheitsförderung beim Ulmer Mädchen- und Frauenladen Sie’ ste vor. Den Laden, der sich vor allem an Migrantinnen wendet, gibt es seit 20 Jahren, das Projekt Gesundheitsförderung, das über das Programm Soziale Stadt finanziert wird, existiert seit zwei Jahren. Die Bereiche Ernährung, Bewegung, Gesundheitsaufklärung und psychosoziale Gesundheit stehen im Projekt gleichwertig nebeneinander. Zentrale Voraussetzungen für die Erreichbarkeit der Migrantinnen seien aber, so die Refrentinnen, die interkulturelle Besetzung des Planungsteams, bedarfsgerechte Angebote mit flexiblen Zeiten, die gute Vernetzung im Stadtteil mit Schulen, Gesundheitsamt, Sportvereinen, der Arbeiterwohlfahrt und anderen, die direkte Ansprache und eine gute Öffentlichkeitsarbeit.
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| Vortrag Ohm |
| Vortrag Sie'ste |
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