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Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) zeigt in seinem Gutachten vom September 2009 eindringlich die Notwendigkeit für verstärkte Klimaschutzanstrengungen und einen erfolgreichen Abschluss der internationalen Klimaverhandlungen im Dezember in Kopenhagen. Die Botschaft ist eindeutig: Wir müssen mehr tun! Selbst eine 40-prozentige Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2020 würde nicht reichen, wenn wir die insgesamt global noch zulässigen Emissionen pro Kopf verteilen. Dieser unmissverständliche Appell der Wissenschaft darf nicht ungehört verhallen.
Der WBGU rät dringend dazu, spätestens ab 2020 zu weltweit sinkenden Emissionen zu kommen. Nach Ansicht von Hans Joachim Schellnhuber, dem Klimaschutzbeauftragten der Bundesregierung und Mitglied im WBGU, würde eine weitere Verzögerung später so drastische Maßnahmen erforderlich machen, dass ein gefährlicher Klimawandel kaum noch zu verhindern wäre. Er hat auch einen klaren Auftrag: "Die nächste Bundesregierung muss sofort ein hartes Klimaschutzpaket anpacken. Ökonomisch hilft uns das, denn wir werden die Technologien von morgen dann noch schneller entwickeln."
Das Gutachten ist ein Weckruf. Deutschland braucht dringend eine Neuausrichtung seiner Klimapolitik – national und bei den internationalen Verhandlungen. Das Gutachten stützt grüne Politik. Eine Trendumkehr bei den weltweiten Treibhausgasemissionen bis spätestens 2020 ist nur mit unserem Konzept für einen globalen Green New Deal machbar. Wir Grüne haben 100 Tage vor Kopenhagen unsere Forderung nach einem Sofortprogramm Klimaschutz vorgelegt, dessen 10 Punkte wir noch vor Kopenhagen auf den Weg bringen wollen.