Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Über 200 Menschen waren in die schönen Räume des Collegium Hungaricums, dem neuen Ungarischen Kulturinstitut, gekommen, darunter zwei Schulklassen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt, um auf Einladung der grünen Bundestagsfraktion mit einem Freiheitsfest unter dem Titel "Freiheit die wir meinen. 1989-2009", 20 Jahre Friedliche Revolution zu feiern. Der Ort war nicht zufällig gewählt, hat die Friedliche Revolution in der DDR doch einen ganz besonderen Bezug zur politischen Entwicklung der Achtzigerjahre in Osteuropa und insbesondere Ungarn.
Dass es an diesem Tag nicht nur darum ging, das historische Ereignis zu würdigen und das Erreichte zu feiern, sondern damit auch einen Anspruch für heute zu verknüpfen und an die junge Generation weiterzugeben, verdeutlichte Renate Künast in ihrer Eröffnungsrede. Sie zeichnete den Lauf der historischen Ereignisse, die in den osteuropäischen Staaten ihren Ausgang genommen und schließlich den Eisernen Vorhang zu Fall gebracht hatten, nach und appellierte an die Schülerinnen und Schüler aus Gotha und Aschersleben, die damals errungenen Freiheiten nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Man laufe sonst Gefahr, den Begriff zu gering zu schätzen, ihn verkommen zu lassen. Auch heute gebe es massive Bedrohungen unserer Freiheit, durch die Wirtschaftskrise, aber auch durch Rechtsextremismus und nicht zuletzt durch ein falsch verstandenes Sicherheitsbedürfnis, das schlimmstenfalls im Überwachungsstaat ende.
Die Fraktionsvorsitzende konstatierte: "Freiheit, muss man jeden Tag neu erkämpfen. Freiheit beginnt damit, kritische Fragen zu stellen. Auch die Friedliche Revolution hat nicht als Massenbewegung begonnen, sondern damit, dass einzelne Menschen anfingen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, Dinge zu verändern und zu gestalten."