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Zu der Äußerung der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Hannelore Kraft, Langzeitarbeitslose könnten im Rahmen gemeinnütziger Arbeit Straßen sauber halten, erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:
Das war wirklich kein Geistesblitz von Hannelore Kraft. Der Soziale Arbeitsmarkt ist keine Kolonne für Straßenfeger. Die SPD-Politikerin hat dem Projekt einen Bärendienst erwiesen. Kein Wunder, dass die FDP am lautesten klatscht. Langzeitarbeitslose zum Schieben, Fegen, Putzen und zu anderen Zwangsdiensten zu vergattern, ruiniert die Idee einer gesellschaftlichen Einbeziehung der Betroffenen.
Wenn mindestens 400.000 Arbeitsuchende zurzeit keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, dann wird für sie als Alternative zum Arbeitslosengeld-II-Bezug ein Sozialer Arbeitsmarkt gebraucht. Dabei geht es nicht darum, sich für diese Mitbürger einen Zeitvertreib auszudenken, sondern um sinnstiftende, zusätzliche Jobs, von denen alle profitieren. Das können zum Beispiel Assistenzkräfte für Schulhausmeister oder in anderen sozialen, kulturellen und ökologischen Projekten sein. Aus dem Sozialen Arbeitsmarkt können sich auf lange Sicht für Menschen mit besonders schweren Vermittlungshemmnissen neue Erwerbs-Perspektiven ergeben.