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10. März 2010

Zugangshürden für Migrantenkinder abbauen

Zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die belegen, dass Kinder mit Migrationshintergrund seltener Kindertageseinrichtungen besuchen, als solche ohne Migrationshintergrund, erklären Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, und Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik:

Gerade in den ersten Lebensjahren werden wichtige Weichen für Kinder gestellt. Gute Betreuung, Bildung und Erziehung in der Kita wirken sich positiv auf Integrationschancen und Bildungserfolg aus. Das von der Regierung geplante Betreuungsgeld würde gerade für Kinder mit Migrationshintergrund und aus einkommensschwachen Familien das Gegenteil bewirken – sie würden aufgrund des finanziellen Anreizes von frühkindlicher Förderung fernbleiben.

Das wäre eine bildungspolitische Katastrophe. Zudem würden die für das Betreuungsgeld veranschlagten 1,5 Milliarden Euro bei den notwendigen Qualitätsverbesserungen in der Kinderbetreuung fehlen. Der bislang fehlende Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für unter Dreijährige und die bestehenden Elternbeiträge sind Zugangshürden für Kinder aus einkommensschwachen Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Daher müssen Gebühren schrittweise abgebaut werden und zumindest ein Betreuungsjahr gebührenfrei sein. Darüber hinaus brauchen wir mehr pädagogisches Personal mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen, um das Vertrauen der Eltern in die Einrichtungen zu stärken und Zweisprachigkeit zu fördern.

 

 

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