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7. Juli 2010

Öffentliche Anhörung: Experten gegen längere AKW-Laufzeiten

Anlässlich der heute von uns beantragten öffentlichen Sachverständigen-Anhörung zum Thema Laufzeiten von Atomkraftwerken, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Erneuerbare Energien und Laufzeitverlängerung für Atomkraft passen nicht zusammen. Das ist die klare Botschaft der Experten aus der heutigen Anhörung im Umweltausschuss. Auch die Befürworter von längeren Laufzeiten unter den Experten bestätigten, dass es unwirtschaftlich ist, Atomkraftwerke bei einem starken Angebot von Strom aus erneuerbaren Energien kurzzeitig herunter zu regeln.

Ergebnis der Anhörung ist, dass die Zukunft der Energieversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren besteht. Der Weg dahin führt über die Flexibilisierung des Kraftwerkparks, die Schaffung von Speichermöglichkeiten und den Ausbau der Netze. Dafür müssen wir uns heute entscheiden.

Mit der Laufzeitverlängerung entscheidet sich die Bundesregierung gegen die Erneuerbaren und für Milliardengeschenke an die Atomwirtschaft zu Lasten von Stadtwerken und anderen dezentralen Energieanbietern. Die Energiepolitik der Bundesregierung ist rückwärtsgewandt und gefährlich. Laufzeitverlängerungen erhöhen die Risiken etwa durch Flugzeugabstürze, Alterungsprozesse und wachsende Atommüllberge.

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Rainer Baake, stellte heute das überproportional hohe Risiko, das von den ältesten AKW in Deutschland ausgeht, deutlich dar. Dass die Bundesregierung gerade für diese Anlagen längere Laufzeiten plant, ist unverantwortlich.

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