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30. Juli 2010

Deutsche wollen weniger Fleisch essen - Bundesregierung muss reagieren

Zur aktuellen Emnid-Umfrage, wonach 51 Prozent der Deutschen bereit sind, weniger Fleisch zu essen, erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik:

Weniger Fleisch zu essen, liegt im Trend. Positive Auswirkungen sehen die Verbraucher für die eigene Gesundheit, den Klima-, und Tierschutz. Die Umfrage spiegelt die Verbraucherreaktion auch auf die Fleischskandale und die Negativseiten des Massenfleischkonsums wider.

Statt der von Ernährungswissenschaftlern empfohlenen  350g, verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt heute rund 1,2 Kilogramm Fleisch- und Wurstprodukte pro Woche. Die Hälfte des weltweit gehandelten Getreides wird als Futtermittel für die Massentierhaltung verwendet.

Wir fordern die Bundesregierung auf, die veränderte Verbrauchernachfrage nicht länger zu ignorieren, sondern politisch umzusetzen. Im aktuellen Bundeshaushalt und der anstehenden EU-Agrarreform, fordern wir den Stopp der Förderung der industriellen Massentierhaltung. Stattdessen müssen Förderprogramme im Bereich tiergerechter Produktion und gute Kindergarten- und Schulernährung ausgebaut werden.

Ministerin Aigner sollte Initiativen wie der Einführung eines fleischfreien "Veggie Day" in Gemeinschaftsverpflegungen aktiv unterstützen. Der Handel, die Landwirtschaft und die Gastronomie sind ebenfalls gefragt, ihr Angebot auf die Wünsche der Verbraucher neu auszurichten.

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