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Zu den manipulierten Dopingtests im Frauenhandball erklären Viola von Cramon und Winfried Hermann, Mitglieder im Sportausschuss:
Die Vorfälle zeigen, dass das Dopingkontrollsystem mit privaten Subfirmen betrugsanfällig ist. Dass diese Betrügereien aufgeflogen sind, liegt vor allem an der Dummheit, den eigenen Urin gleich mehrfach abgegeben zu haben. Wenn die Sportverbände oder die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) von externen Firmen Dopingproben einholen lassen, müssen sie dafür Sorge tragen, dass dies entsprechend dem NADA- und WADA-Code in größtmöglicher Zuverlässigkeit geschieht.
Das System muss ständig überprüft, optimiert und gegen Missbrauch und Betrug gesichert werden. Auch die Kontrollinstanzen müssen regelmäßig überprüft werden. Das gilt auch für die Sportverbände und die NADA.
Wir fordern eine Selbstbefassung des Sportausschusses des Bundestages mit den Vorfällen. Es ist Aufgabe von Regierung und Parlament, die Wirksamkeit des staatlich geförderten Kontrollsystems zu überprüfen und Verbesserungen anzumahnen.