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Anlässlich der offenen Androhung durch die Taliban, Kandidatinnen für das Kabuler Parlament zu entführen, zu foltern und zu ermorden, fordert Katja Keul, Mitglied im Verteidigungsausschuss und Parlamentarische Geschäftsführerin:
406 Kandidatinnen für die Parlamentswahlen am 18. September in Afghanistan werden von den Taliban mit dem Tode bedroht. Diese Frauen persönlich zu schützen, wäre ein sinnvoller Beitrag der 140 000 ISAF-Soldaten zur Stärkung der Demokratie und Rechte der Frauen in Afghanistan.
Die internationale Gemeinschaft hat den afghanischen Frauen in den vergangenen acht Jahren große Hoffnungen gemacht und trägt daher eine besondere Verantwortung für die Sicherheit der Kandidatinnen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Erfolge des zivilen Wiederaufbaus und der Stärkung der Rechte der Frauen in der afghanischen Gesellschaft von dem rückwärtsgewandten Terrorregime der Taliban wieder zerstört werden.