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Grün macht gesünder - Gesundheitstag Nord

Veranstaltungsdetails
VeranstaltungsartTagung
BundeslandNiedersachsen
Datum, Uhrzeit04.09.2010, 11:00 - 17:00
OrtHCC Hannover Congress Centrum am Stadtpark
AnschriftTheodor-Heuss-Platz 1-3
30175 Hannover
VeranstalterInnenBündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
KontaktReferat Öffentlichkeitsarbeit
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
T. 030/227 59062, F. 030/227 56900
E-Mailoea@gruene-bundestag.de
Teilnehmer-InfoDer Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Um was es geht

"Gesundheit für alle" – dieses große Ziel hat die Weltgesundheitsorganisation 1998 ausgegeben. In Deutschland sind wir dem weitaus näher als in den meisten anderen Weltregionen. Trotzdem gilt auch hierzulande: Die Finanzierung des Gesundheitswesens ist nicht ausreichend gerecht und nachhaltig, die Prävention kommt zu kurz, die Gesundheitschancen sind sozial ungleich verteilt und es gibt große Qualitätsprobleme. Und alle diese Defizite spitzen sich mit den steigenden Anforderungen an das  Gesundheitswesen infolge des demografischen Wandels weiter zu. Was tun in der Gesundheitspolitik? Das ist deshalb eine der politischen Kernfragen der nächsten Jahre. Eine Frage, mit der wir uns als Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen intensiv beschäftigen. Ideen und erste Antworten dazu haben wir in den letzten Jahren entwickelt. Gemeinsam mit Ihnen/Euch wollen wir diese diskutieren und weiterentwickeln. Wir laden deshalb zum grünen Gesundheitstag am 4. September 2010 in Hannover ein.

Folgende Themen werden auf dem Gesundheitstag im Fokus stehen:

Gerechte und nachhaltige Finanzierung: Gegen die unsolidarischen Reformpläne der Bundesregierung stellen wir unsere grüne Bürgerversicherung. Wir wollen das Grundprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung "jede und jeder zahlt nach Leistungsfähigkeit, jede und jeder erhält nach Bedarf" weiterentwickeln und Gerechtigkeitsdefizite beheben. Das Gerüst steht, doch wie soll das grüne Bürgerversicherungs-Modell im Detail aussehen?

Stärkung der Gesundheitsförderung und mehr Prävention: Diese muss vor allem sozial Benachteiligten zugute kommen und so einen Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit leisten. Dabei ist uns die frühzeitige Unterstützung von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig. Welchen Beitrag kann grüne Politik dazu leisten?

Mehr Kooperation und Koordination in der Gesundheitsversorgung: Die zunehmende Zahl chronisch und mehrfach erkrankter Patientinnen und Patienten macht vernetzte Versorgungsformen nötig. Wie können wir die Barrieren überwinden, die das bisher verhindern? Wie kommen wir zu neuen Versorgungsformen, die den demografischen Entwicklungen vor Ort gerecht werden? Wie sieht das (kommunale) Krankenhaus der Zukunft aus?

Patientinnen und Patienten stark machen: Das Gesundheitswesen aus Perspektive der Patienten zu denken, ist ein zentraler Anspruch grüner Gesundheitspolitik. Dazu gehören mehr Information, mehr Beteiligung und mehr Rechte. Wie soll das konkret aussehen?

In sieben Foren wollen wir überprüfen, wo wir heute stehen und die grünen Ideen weiterentwickeln. Dabei werden wir von sachkundigen Menschen aus der Praxis unterstützt. Wir laden Sie und Euch herzlich ein, mit uns zu debattieren, Ideen auszutauschen und gemeinsam an der Verbesserung unserer Gesundheitsversorgung zu arbeiten.

Wir freuen uns, mit Ihnen und Euch zu diskutieren

Programm

10.30

Anreise und Anmeldung

11.00

 

Begrüßung
Biggi Bender MdB
Sprecherin für Gesundheitspolitik

11.05 Auftakt "Grün macht gesünder"
Jürgen Trittin MdB
Fraktionsvorsitzender
11.30

Workshop Bürgerversicherung
In diesem Workshop beschäftigen wir uns u. a. mit den Grundlinien des grünen Bürgerversicherungs-Modells, der damit verbundenen Idee des Sozialstaats sowie der gewünschten Umverteilung zwischen Gering- und Besserverdienenden. Wir gehen den Fragen nach der generellen Akzeptanz sowie der Umsetzung einer individuellen Absicherung aller Erwachsenen nach. Diese Aspekte wollen wir nach einem Input von Biggi Bender in fünf Kleingruppen erörtern.

  • Biggi Bender MdB
    Sprecherin für Gesundheitspolitik

Workshop Vernetzte Versorgung
Die Versorgungsstrukturen des Gesundheitswesens sind nicht patientenorientiert. Deshalb brauchen wir neue Versorgungskonzepte. Am Beispiel der Region "Gesundes Leinetal" diskutieren wir die Vorteile einer regionalen und vernetzten Gesundheitspolitik für die Patientinnen und Patienten.

  • Harald Terpe MdB
    Obmann im Gesundheitsausschuss

Referent:

  • Helmut Hildebrandt
    Gesundes Leinetal GmbH

Workshop PatientInnen stärker machen
Mehr individuelle und kollektive Patientenrechte, verständlichere Informationen und Einbeziehung von Patientinnen und Patienten in die Behandlungsabläufe, das sind wichtige Elemente grüner Gesundheitspolitik. Wir stellen vorhandene Ansätze vor, sammeln Ideen und diskutieren in Kleingruppen.

  • Maria Klein-Schmeink MdB
    Sprecherin für Prävention und Patientenrechte

Referentinnen:

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks
    Leiterin der Patientenuniversität, Medizinische Hochschule Hannover
  • Dr. Oliver Tolmein
    Fachanwalt und Autor für Medizinrecht
13.30

gemeinsames Mittagessen

14.30

Streitgespräch Bürgerversicherung
Die Umrisse der grünen Bürgerversicherung stehen fest. Dennoch gibt es offene und strittige Fragen. Diese will die Bundestagsfraktion im Herbst 2010 klären. Wir wollen daher kontrovers debattieren, über die politische Programmatik und deren Umsetzbarkeit, über strategische Fragen aber auch über den Umgang mit Befürchtungen derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die wir stärker belasten wollen.

  • Fritz Kuhn MdB
    Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
  • Max Löffler, Sprecher der Grünen Jugend

Moderation: Marion Förster, Gesundheitsjournalistin

 

Ideenwerkstatt Demografischer Wandel und Versorgung vor Ort
Die demografische Entwicklung erfordert neue Ideen, Konzepte und Planungsschritte für die Gesundheitsversorgung. Dabei stehen städtische und ländliche Regionen vor unterschiedlichen Herausforderungen. Integrierte Versorgungsansätze sind ein erster Lösungsweg. Unter Berücksichtigung der regionalen Unterschiede entwickeln wir in Kleingruppen weitere Ideen und Strategien.

  • Elisabeth Scharfenberg MdB
    Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik
  • Referent:
    Christoph v. Kaufmann
    Stadt-, Regional- und Landesplanung e. V.
    Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern

 

Workshop"Erfolgsmodell Kommunales Krankenhaus?!"
Viele kommunale Krankenhäuser wurden privatisiert, etliche geschlossen. Aber auch Krankenhäuser in kommunaler Hand können erfolgreich arbeiten und eine gute Versorgung bieten. Am Beispiel des Klinikums der Region Hannover diskutieren wir, was dafür geschehen muss und welche Bedeutung kommunale Krankenhäuser für die Region haben können.

  • Dr. Harald Terpe MdB
  • Referent:
    Erwin Jordan, Dezernent für Soziale Infrastruktur der Region Hannover

Ideenwerkstatt Prävention
Eine gesundheitsförderliche Politik ist eine Herausforderung für alle Politikbereiche. Welche Rahmenbedingungen die Projekte für Prävention und Gesundheitsförderung vor Ort brauchen und wie sozial Benachteiligte besser erreicht werden, diskutieren wir in Kleingruppen grundsätzlich und anhand eines sozialraumorientierten Ansatzes für Kinder und deren Familien.

  • Maria Klein-Schmeink MdB
    Sprecherin für Prävention und Patientenrechte
  • Referenten:
    Thomas Altgeld
    Psychologe und Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
    Mirjam Hartmann
    Sozialpädagogin und Leiterin des Familienprojekts ADEBAR Hamburg
16.30

Eine Zusammenfassung der besonderen Art

Improvisationstheater "AlsWir" Heidelberg
Enno Kalisch und Maike Moreau

16.55 Schlusswort

Fritz Kuhn MdB
Stellv. Fraktionsvorsitzender

17.00

Ende der Veranstaltung

 

Verpflegung

Für Essen und Getränke erheben wir eine Tagungspauschale von 10,00 €. Diese ist vor Ort bar zu entrichten.

Kleinkinderbetreuung

Wir können eine kostenfreie Kinderbetreuung anbieten. Sollten Sie diese nutzen wollen, melden Sie Ihr(e) Kind(er) bitte bis spätestens 27. August 2010 mit Name und Geburtsdatum an. Bitte geben Sie unbedingt eine Rückruftelefonnummer an.

 

Wegbeschreibung

Vom Hauptbahnhof Hannover mit der Buslinie 128 Richtung Peiner Straße oder Linie 134 Richtung Bus-Depot Süd direkt bis zum HCC. Zeitdauer 10 Minuten, Fahrschein beim Fahrer lösen.

 

Zusätzliche Information

Online-Anmeldung

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