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Nicht erst seit der Finanzkrise steht die Anlageberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher in der Kritik. Tests der Stiftung Warentest zeigen seit Jahren und bis in die letzten Wochen, dass der Grundsatz der anlegergerechten Beratung in Banken und Finanzdienstleistungsinstituten massiv verletzt wird. Berater schätzen Vorsorgelücken falsch ein, planen Notgroschen nicht ein, kalkulieren Renditen zu üppig und vergessen die Angaben zu Kosten und Steuern.
Nach einer Studie des Bundesverbraucherministeriums vom Dezember 2008 gehen den Verbraucherinnen und Verbrauchern durch falsche Finanzberatung 20 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr verloren. Das Verbraucherministerium verspricht seitdem Verbesserung. "Ministerin Ilse Aigner will Banken zu mehr Transparenz zwingen", lauten die märchenhaften Verheißungen. Oder "Aigner verlangt bessere Bankberatung". Selbst Gesetze wurden angedroht.
Aber: Banken werden nach wie vor mit Samthandschuhen angefasst. So entsteht der Eindruck, alle könnten weiter machen wie bisher. Und noch kräftig Gebühren und Zinsen erhöhen.
Wir fordern ein neues Anreizsystem bei Finanzberatungen und haben der Ministerin jetzt einen Fragenkatalog vorgelegt. Was wird die Bundesregierung gesetzlich neu regeln? Welche Informationspflichten werden neu eingeführt? Und wer kontrolliert die Finanzberatung eigentlich?
Vorschläge für eine verbraucherorientierte Beratung gibt es ausreichend. In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass an folgenden Punkten Regulierungsbedarf besteht:
Wir fordern Ministerin Aigner auf, endlich zu handeln und nicht weiter mit leeren Versprechungen zu agieren.