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Im Expertengespräch zur Elektromobilität im Verkehrsauschuss des Deutschen Bundestages wurde deutlich, dass alle Fachleute in der Elektromobilität die Zukunft des Automobilantriebs sehen. Ein Klimavorteil ist nur dann gegeben, wenn eine Kopplung an erneuerbare Energie gewährleistet wird. Zudem müsse massiv und besser koordiniert in die Forschung und Entwicklung investiert werden, vor allem in die Batterietechnologie. Darin waren sich alle Experten einig.
Ein Teil der geladenen Experten hielten sich vor dem Elektromobilitätsgipfel bei Frau Merkel mit einer Forderung nach einem Kaufzuschuss auffällig zurück, da die Bundesregierung eine solche bisher kategorisch ausschließt. Es sprach sich mit Ausnahme des ADAC aber auch keiner der geladenen Fachleute gegen eine Kaufprämie aus.
Ulrich Höpfner, Geschäftsführer des Instituts für Umwelt und Energie, unterstütze die Forderung eines Kaufzuschusses für Elektroautos, um mit den USA, China, Japan und Frankreich gleichzuziehen, in denen solche Kaufzuschüsse schon gelten. Volker Lange, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK) machte sich ebenfalls ausdrücklich für eine Kaufprämie stark.
Roger Kohlmann, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) und Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. sagte, wenn Autos verfügbar sind, muss über das Instrument einer Kaufförderung vor dem Hintergrund der Förderung im europäischen Kontext entschieden werden.
Peter Meyer, Präsident des ADAC, sprach sich gegen eine technologiebezogene Kaufprämie nur für Elektroautos aus, äußerte sich aber nicht zu einer technologieneutralen Förderung, wie Bündnis 90/Die Grünen sie fordern.
Matthias Wissmann, Präsident des VDA, sagte, dass eine breite Marktdurchdringung von Elektroautos ohne entsprechende staatliche Rahmenbedingungen schwierig werde. Wenn man eine Million Elektroautos in Deutschland wolle, müsse man etwas tun. Dies habe aber die Politik und nicht die Industrie zu entscheiden,
Bündnis 90/Die Grünen fordern in einem Bundestagsantrag, einen Barzuschuss von 5.000 Euro im Rahmen der Kfz-Steuer für Neufahrzeuge zu zahlen, die weniger als 60 Gramm CO2/km ausstoßen, und diese Förderung dann schrittweise zu senken. Von dieser Förderung würden neben reinen Elektroautos auch besonders sparsame Hybridautos und konventionelle Fahrzeuge.
siehe: Antrag zur grünen Elektromobilität