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Abgeordnete

Kerstin Andreae

Mein politisches Interesse hat mit den Themen Umweltschutz und Friedenspolitik angefangen. Nach Aufnahme meines Studiums der Volkswirtschaft in Freiburg im Jahre 1990 bin ich dem dortigen grünen Kreisverband beigetreten. Von 1991 bis 1993 saß ich im Landesvorstand der Grünen Jugend Baden-Württemberg und war von 1992 bis 1999 Mitglied des Freiburger Kreisvorstandes. 1999 wurde ich schließlich in den Freiburger Gemeinderat gewählt, dem ich bis zu meiner Wahl in den Bundestag im Herbst 2002 angehörte.

Meine Tätigkeit als Gemeinderätin war für mich eine wichtige Erfahrung. Dort lernte ich parlamentarische Arbeit von Grund auf kennen und war von ihr fasziniert. Kommunen sind für das Zusammenleben und die demokratische Auseinandersetzung zwischen verschiedenen sozialen Schichten und Kulturen sehr bedeutend.

In den ersten viereinhalb Jahren im Bundestag war ich Mitglied im Finanzausschuss, dortige Obfrau der Grünen und kommunalpolitische Sprecherin. Dann bin ich in das, der Finanz- und Steuerpolitik nah verwandte Feld der Wirtschaftspolitik gewechselt. Seit Februar 2007 bin ich Wirtschaftspolitische Sprecherin meiner Fraktion im Bundestag und seit Februar 2012 Stellvertretende Fraktionssprecherin und politische Koordinatorin des Arbeitskreises 1.

Grüne Wirtschaftspolitik ist seit jeher von dem Gedanken der Verbindung von Ökologie und Ökonomie geprägt. Wir setzen damit aber auch auf den Wettbewerb der besten Ideen und Lösungen. Dahinter steht die Überzeugung, dass funktionierende Märkte und diskriminierungsfreier Wettbewerb sinnvolle und effiziente Verfahren für die Lösungen gesellschaftlicher Probleme und ökonomischer und ökologischer Herausforderungen darstellen. Allerdings brauchen wir auch einen starken Staat, um zentrale Ziele wie Klimaschutz, Verteilungsgerechtigkeit und Bildungschancen für alle durchzusetzen. Wir sind in der Vergangenheit nicht müde geworden, zu betonen, dass eine zukunftsfähige Wirtschaft eine nachhaltige Wirtschaft ist.

Meine hohen Erwartungen in das Parlamentarierdasein wurden nicht enttäuscht - die Arbeit im Bundestag macht mir großen Spaß, wenn auch die Anforderung sehr hoch sind. Freude bereitet mir auch die Wahlkreisarbeit, die für mich hohe Bedeutung hat. Nirgendwo sonst bin ich so dicht dran an den Menschen und ihren Problemen. Der stetige Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Firmen ermöglicht mir viele Erkenntnisse, die ich gewinnbringend in meine parlamentarische Arbeit einfließen lassen kann.

Geboren am 21. Oktober 1968 in Schramberg; evangelisch; drei Kinder; verheiratet.

1988 Abitur. 1996 Diplomvolkswirtin.

1997 bis 1998 Projektmanagement bei mediKUR, Agentur für Gesundheits- und Kurtechnologie, Hamm; 1998 Koordinatorin im Bundestagswahlkampf, Wahlkreis Freiburg; 1999 Projektmanagement beim Sozialwissenschaftlichen Frauenforschungsinstitut, Evangelische Fachhochschule Freiburg. 2000 Mutterschutz. 2001 bis 2002 Mitarbeit in "Das Grüne Emissionshaus", Finanzdienstleister im Bereich Windenergie, Freiburg.

Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, Mitglied des Beirats der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Kuratorium Aids-Hilfe Freiburg, Mitglied im Deutschen Familienverband.

Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen seit 1990; 1990 Mitglied im Landesvorstand der Grün-Alternativen Jugend, 1991 im Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Freiburg, 1999 Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. 1999 Gemeinderätin in Freiburg.

Mitglied des Bundestages seit 2002; seit 2012 stellvertretende Vorsitzende und politische Koordinatorin des Arbeitskreises I der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen.


WAHLKREIS-BÜRO:
Haslacher Str. 61
79115 Freiburg
T: 0761 / 8886713
F: 0761 / 8886714
Mitarbeiter:
Per Klabundt
David Vaulont

Wahlkreis 281: Freiburg

Der Wahlkreis 281 Freiburg liegt im Herzen Südbadens, also im Südwesten des Landes Baden-Württemberg und der Bundesrepublik. Er umfasst die Stadt Freiburg im Breisgau sowie 19 Gemeinden im Süden und Westen des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Dazu gehören die Gemeinden im Hexental, im Schneckental und um den Batzenberg, die Tuniberg-Gemeinden, die Stadt Breisach, die Gemeinden des südlichen Kaiserstuhls sowie March und Umkirch im unmittelbaren Westen der Stadt Freiburg.

Die Stadt Freiburg (200.000 EinwohnerInnen) - direkt an den Hängen des Schwarzwaldes gelegen - ist ein Markenname für Ökobewusstsein, Solarenergie und attraktiven Bundesligafußball. Auch die altehrwürdige Universität, die schöne Altstadt mit dem gotischen Münster im Mittelpunkt und die anspruchsvolle Esskultur machen Freiburg zu einem sehr beliebten Aufenthaltsort für Einheimische, Studierende und Besucher. Freiburg ist außerdem eine sehr familienfreundliche Stadt. Ein ausgebautes Netz an Betreuungseinrichtungen, Ganztagesschulen und Krabbelgruppen, aber auch viele Initiativen wie das Bündnis für Familie machen Freiburg attraktiv. Gerade wegen seiner Beliebtheit bei Familien hat die Einwohnerzahl Freiburgs in den letzten Jahren stetig zugenommen. Darüber hinaus – und das erfüllt mich mit Stolz - wird Freiburg bislang als einzige deutsche Großstadt von einem grünen Oberbürgermeister regiert.

Mein Wahlkreis ist stark vom Weinbau geprägt, der einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region darstellt. Besonders im vulkanischen Bergmassiv des Kaiserstuhls, aber auch in den restlichen Gebieten meines Wahlkreises wächst aufgrund des warmen und milden Klimas ein guter Tropfen. Immer bedeutender wird – auch in Bezug auf die Arbeitsplätze -  die Solar- und Umweltbranche. Hier haben sich eine ganze Reihe von Betrieben in Freiburg und Umgebung niedergelassen. Insgesamt ist mein Wahlkreis durch viele klein- und mittelständische Betriebe gekennzeichnet, die vor allem im expandierenden Dienstleistungsbereich angesiedelt sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden Deutschlands kann daher die Wirtschaftsregion Freiburg in den letzten Jahren einen Zuwachs an Arbeitsplätzen verzeichnen.

Ein weiteres Kennzeichen der Region ist seine Nähe zum Elsass und zur Nordschweiz mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land. Zusammen bilden die drei Regionen das sogenannte Dreyeckland. In den letzten Jahren sind hier eine Reihe von grenzüberschreitenden Projekten in den Bereichen Kultur, Verkehr, Ökologie und Tourismus zustande gekommen.