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Abgeordnete

Markus Kurth

Meine ersten politischen Erfahrungen habe ich als Schüler Anfang der 80er Jahre gemacht: Die damaligen neuen sozialen Bewegungen (Friedensbewegung, Anti-AKW-Bewegung, Hausbesetzerinitiativen usw.) krempelten die politische Landschaft in Westdeutschland gehörig um und brachten unter anderem „Die Grünen“ hervor. Dies beeinflusste meine Aktivitäten, die ich jenseits von Parteien unternahm - etwa als Schulsprecher oder als Jugendgruppenleiter in der katholischen Schülerorganisation ND.

Auch als Student blieb ich politisch, betätigte ich mich aber nach wie vor nicht unmittelbar in politischen Parteien. Der Fall der Mauer, dessen gesellschaftliche Folgen ich in Berlin unmittelbar erleben konnte und ein längerer Aufenthalt in New York schärften meine Wahrnehmung parlamentarischer Politik. Mir wurde klar: Die zunehmende soziale Spaltung der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die abgesenkten Kapazitäten des Wohlfahrtsstaats, entfesselte Weltmarktkonkurrenz, Migrationsfolgen und wirtschaftliche Strukturkrisen lassen sich nicht nur durch außerparlamentarische Arbeit bewältigen.

Für mich war der Eintritt in die Partei Bündnis 90/Die Grünen dann nur folgerichtig. Seit 1998 habe ich Veranstaltungen und Aktionen organisiert, seit 2000 war ich als Bundesdelegierter sowie Sprecher des Kreisverbands Dortmund aktiv. Meine Aktivitäten mündeten dann in der erfolgreichen Kandidatur zum Deutschen Bundestag. Im Oktober 2002 wurde ich sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion. Themen wie die Auswirkungen von Hartz IV, Armut und Reichtum, Ökologie und soziale Gerechtigkeit, die Rechte für Menschen mit Behinderungen, die Unfallversicherung oder soziale Bürgerrechte gehören zu meinem Arbeitsbereich.

Diese Informationen in

Geboren am 14. April 1966 in Beuel, jetzt Bonn-Beuel; römisch-katholisch; verheiratet, ein Kind.

1976 bis 1985 Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn. 1985 bis 1987 Zivildienst beim Caritasverband Bonn. 1987 bis 1993 Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

1994 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Soziologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 1997 bis 1998 Arbeitslosigkeit, Politikberatung, 1998 bis 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Initiativkreis Emscherregion mit den politischen Schwerpunkten Regionalentwicklung im Ruhrgebiet, Arbeitsmarkt-, Sozial- und Wohnungspolitik, 2000 bis 2002 Bildungsmanager bei der Heinrich-Böll-Stiftung Nordrhein-Westfalen.

Mitglied im Verein "Kunst und Kultur im Quartier e. V." und der Heinrich-Böll-Stiftung Nordrhein-Westfalen; Mitglied im Beirat der BAG Integrationsfirmen.

2000 bis 2003 Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Dortmund, Bezirks-, Landes- und Bundesdelegierter, Mitglied in der Landes- sowie Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialpolitik.

Mitglied des Bundestages seit 2002; seit 2002 sozial - und behindertenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Mittelamerikanischen Parlametariergruppe.

WAHLKREIS-BÜRO:
Ruhrallee 44
44139 Dortmund
T. 0231 / 5574660
F. 0231 / 5574661
MitarbeiterInnen:
Ulrich Langhorst
Dagmar Greskamp

Wahlkreis 143: Dortmund I

Mein Wahlkreis ist Dortmund. Das liegt im östlichen Ruhrgebiet. Hier leben etwa 590.000 Menschen. Aus einem mit Stahl, Kohle und Bier groß gewordenen Zentrum des Ruhrgebietes wächst derzeit ein anderes Dortmund. Die Stadt und ihre Menschen befinden sich in einer Phase des Umbruchs. Der Niedergang und Abbau der Industrien hat nicht nur viele Arbeitsplätze verschwinden lassen, sondern damit auch ganze Sozialmilieus und Stadtteile verändert. Aus der alten Montanstadt entsteht das „Neue Dortmund“.

Heute ist Dortmund geprägt von dem Bemühen, den Strukturwandel von einer altindustriellen in eine moderne Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft zu meistern. Ziel grüner Politik ist hier, diesen Wandel sowohl sozialverträglich als auch ökologisch nachhaltig zu gestalten. Angesichts einer hohen Arbeitslosenquote brauchen wir einen fairen zweiten Arbeitsmarkt, der all denjenigen eine Chance bietet, die im Zuge der Deindustrialisierung ihre alten Arbeitsplätze verloren haben. Außerdem brauchen wir eine intelligente Qualifizierung und Weiterbildung, denn der Strukturwandel entwertet alte Qualifikationen und fordert neue. Das sind nur zwei der dringlichsten Ziele, für die ich mich stark mache.