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Abgeordnete

Claudia Roth

Ich bin in einer linksliberalen Familie aufgewachsen – im tiefen Bayern der 50er Jahre war das eine ziemliche Ausnahme. Schon zu Schulzeiten interessierte ich mich für Politik. Nach dem Abitur aber führte mich mein Weg erst mal zum Theater, für das ich mich bis heute begeistere. Ich studierte in München Theaterwissenschaften und arbeitete dann als Dramaturgin in Dortmund. Hier kreuzte sich mein Weg mit der Band "Ton Steine Scherben", deren Managerin ich 1982 wurde.

Zur grünen Bundestagsfraktion bin ich 1985 durch eine Stellenausschreibung gekommen, auf die ich mich erfolgreich bewarb. Die Bundestagsfraktion suchte eine Pressesprecherin. Von 1989 bis 1998 war ich grüne Europaabgeordnete und seit 1994 bis 1998 Fraktionsvorsitzende der europäischen Grünen in Brüssel und Straßburg. Zwei Jahre lang war ich Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und bin nach den Jahren 1998 bis 2001 nun zum zweiten Mal Bundestagsabgeordnete, und inzwischen seit Oktober 2004 auch zum zweiten Mal Bundesvorsitzende der Partei. Von März 2003 bis Oktober 2004 war ich Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.

Der Einsatz für Menschenrechte und Gleichberechtigung, gegen Diskriminierung und Rassismus liegt mir besonders am Herzen. Geschlechtergerechtigkeit, gleiche Rechte für Lesben und Schwule und Integration statt Ausgrenzung von MigrantInnen sind meine Ziele. Kulturelle Vielfalt und künstlerische Freiheit zu sichern, ist der Zweck meiner Arbeit im Bereich der Kulturpolitik.

Meine außenpolitische Leidenschaft gilt der Türkei. Seit vielen Jahren verfolge ich die politische Entwicklung in diesem Land und setze mich für mehr Demokratie und Menschenrechte ein. Ich bin der Meinung: Die Türkei gehört nach Europa und in die EU. Nur bei einer glaubwürdigen Beitrittsperspektive kann die Türkei den beschrittenen Reformweg konsequent weiter gehen. Den Prozess von Beitrittsverhandlungen werde ich wie in der Vergangenheit im engen Kontakt mit der Zivilgesellschaft verfolgen.

Geboren am 15. Mai 1955 in Ulm; ledig.

1974 Abitur.

Dramaturgin an den Städtischen Bühnen Dortmund und beim "Hoffmans Comic Teater", Managerin der Rock-Band "Ton Steine Scherben".

Mitgliedschaften in Humanistische Union, Pro Asyl, Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD).

1971 bis 1990 Mitglied der Jungdemokraten, seit 1987 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen (ehemals: Die Grünen). 1985 bis 1989 Pressesprecherin der Grünen im Bundestag, 1989 bis 1998 Mitglied des Europaparlaments und ab 1994 Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im EP; 2001 bis 2002 und seit Oktober 2004 Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.

Mitglied des Bundestages 1998 bis 31. März 2001 und seit Oktober 2002, bis 2001 Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe; von März 2003 bis Oktober 2004 Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.

WAHLKREIS-BÜRO:
Maximilianstr. 17
86150 Augsburg
T. 0821 / 4534403
F. 0821 / 4534404
Mitarbeiter:
Daniela Sailer
Matthias Strobel

Wahlkreis 252: Augsburg-Stadt

Mein Wahlkreis ist die wunderschöne, über 2000 Jahre alte Stadt Augsburg. Augsburg, das bereits 1650 sein erstes Friedensfest feierte, begeht dieses Jahr das 450. Jubiläum des Augsburger Religionsfrieden mit vielen Aktionen, Veranstaltungen und Ausstellungen.

Zwei Themen - Frieden & Interkulturalität - stehen im Mittelpunkt von PAX 2005. Mit den Veranstaltungen wird der Dialog der Religionen und Kulturen aufrechterhalten und führt so zu dieser sympathischen, weltoffenen Stadt Augsburg. Dies zeigt die Handschrift bündnisgrüner Politik in meiner Stadt Augsburg und dies ist für mich auch als Kulturpolitikerin von entscheidender Bedeutung.

Augsburg hat mit seiner Konzentration auf die Themen Frieden und Umwelt tatsächlich die Zukunftsthemen in Europa in den Mittelpunkt gestellt und Kulturpolitik modern definiert. Augsburg hat an Profil gewonnen. Es sind Themen, die zu den Grundwerten unserer politischen Arbeit gehören und ich wünsche mir und bin mir sicher, dass Augsburg den Schutz der Umwelt und den friedlichen Dialog der Kulturen und Religionen weiter ganz oben auf der politischen Agenda hält. Damit bleibt die Stadt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen europäischen Kulturstadt.

Schwerpunkte meiner politischen Arbeit im Wahlkreis sind die eng miteinander verknüpften Themen Integration, Flüchtlingsarbeit und Menschenrechte. Ich unterstütze mehrere Initiativen, wie etwa die Initiative zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter und den Integrations- und Beratungsverein Tür an Tür.

Von den günstigen Rahmenbedingungen und wirksamen Förderprogrammen im Umwelt- und Energiebereich, beides Ergebnisse bündnisgrüner Bundespolitik, profitiert die Umweltregion Schwaben mit ihrer Hauptstadt Augsburg ganz besonders. Für eine ökologische Modernisierung, die Arbeitsplätze in Augsburg schafft und die Umwelt in Schwaben schützt, setze ich mich auch künftig ein.