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Mitarbeiterin:
Britta Duille
Mein Wahlkreis, Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II liegt südwestlich von Berlin. Als einzige bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg betrachte ich jedoch das ganze Bundesland als meinen Wahlkreis. Das heißt, ich vertrete die Interessen der Brandenburgerinnen und Brandenburger, die grün gewählt haben und natürlich auch all derer, die ihre Probleme an mich herantragen. Das Wohl meines Heimatlandes und seiner Bürger liegt mir sehr am Herzen. Deshalb mache ich im Bundestag Politik für Brandenburg. Dabei stehen mir die anderen bündnisgrünen Abgeordneten mit ihrem fachspezifischen Know-how tatkräftig zur Seite.
Da Brandenburg ein großes Flächenland ist, ist nachhaltige Mobilität eines der Top-Themen. Für Brandenburg bietet der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans eine vernünftige Balance zwischen dem Bau notwendiger Infrastruktur und dem Erhalt der Natur. Durch das neue Verfahren der Umweltrisikoeinschätzung wurden viele ökologisch problematische Projekte ausgemustert oder durch verträglichere Varianten ersetzt. Für einige umstrittene Verkehrsprojekte müssen jedoch noch verträgliche Lösungen für die Betroffenen gefunden werden.
Ziel bündnisgrüner Politik für den ländlichen Raum in Brandenburg ist die Entwicklungsmöglichkeit eigenständiger Regionen. Diese dürfen nicht auf die Funktion als Naherholungsgebiet für gestresste Städter beschränkt werden. Das dringendste Problem ist sicherlich die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dabei ist der sanfte Tourismus ein Anknüpfungspunkt. Ein weiterer Punkt ist die Förderung des Ökolandbaus, der aufgrund seiner Methoden mehr Arbeitsplätze auf gleicher Fläche schafft als die konventionelle Landwirtschaft. Von zentraler Bedeutung für Brandenburg ist jedoch der Auf- bzw. Ausbau von leistungsfähigen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen.
Die Eindrücke der Hochwasserereignisse an der Elbe 2002 und an der Oder 1997 sind den meisten Menschen noch lebhaft vor Augen. Im vergangenen Jahr allerdings waren wir nicht von Hochwasser bedroht. Vielmehr prägte eine extreme Trockenheit vor allem Ostdeutschland. Endgültig muss man sich daher von Maßnahmen verabschieden, die den Abfluss des Wassers durch Vertiefung, Begradigung und Verbreiterung verstärken. Anstatt mit hohem Aufwand neue „Wasserautobahnen“ zwischen Mittel- und Osteuropa zu bauen, die keiner nutzt, sollten wir uns stärker auf andere wirtschaftliche Potentiale besinnen. Diese liegen auch wegen der Flusslandschaften, die die brandenburgische Natur so einzigartig machen, mehr im Tourismus als in der Binnenschifffahrt.
Neben der Diskussion über eine mögliche Versicherung von Dürre-Risiken fordere ich daher vor allem ein Umdenken in der Wasserwirtschaft.
Auch die Landwirtschaft muss in Sachen Klimaschutz zukünftig stärker ihren Teil leisten. Wir wissen, dass die Landwirte bereit sind und Interesse daran haben, verstärkt Bioenergien zu erzeugen und als Energiewirte zu arbeiten. Bei diesem Bemühen können die Landwirte auf mich zählen.

