Kurz nach 18 Uhr trifft sich die Mannschaft der Grünen Tulpe am Flughafen Berlin-Tegel zum Abflug. Nach der Landung in Tallinn, die früher als geplant erfolgt, bleibt noch Zeit für ein erstes estnisches Bier. Und damit hat auch das Rätselraten über die Bedeutung des Stadionnamens ein Ende: „A Le Coq“ ist das bekannteste Bier des Landes.
Am nächsten Tag: Frühstück in aller Frühe, dann Abfahrt mit dem Taxi zur Deutschen Botschaft. Begrüßung und Briefing durch Botschafter Jürgen Dröge. Bei der Führung durch die Altstadt von Tallinn hört es zwischendurch tatsächlich mal für einige Minuten auf zu regnen, aber es ist kalt und grau. Nach der Mittagspause machen die grünen Fußballer einen Rundgang durch das Parlament, um sich im Anschluss mit Erhard Janssen und Valdur Lahtvee von der grünen Bewegung in Estland zu treffen.
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Nach all den politischen und kulturellen Eindrücken steht der Abend zunächst ganz im Zeichen der sportlichen Vorbereitung. Nach der Mannschaftsbesprechung erkunden die Spieler individuell die Hauptstadt, um den Abend später gemeinsam bei einem Glas Bier ausklingen zu lassen.
Am Samstag fällt wegen des schlechten Wetters das Abschlusstraining aus. Einige Spieler nutzen die Zeit, um in den Museen der Hauptstadt mehr über die Geschichte Estlands zu erfahren. Am frühen Nachmittag kurz vor Spielbeginn scheint das erste Mal die Sonne. Nach kurzem Aufwärmtraining und taktischer Vorbesprechung beginnt dann das Spiel der Grünen Tulpe gegen den FC Toompea.
Anpfiff
Anpfiff durch das erstligaerfahrene Schiedsrichtergespann pünktlich um 16 Uhr. Bereits nach wenigen Minuten fällt das erste Tor nach einer Ecke für den FC Toompea. In der vierzehnten Spielminute müssen die Tulpen ein Eigentor und keine Minute später nach einem Fehlpass ein drittes Tor für den Gegner verkraften. Damit scheint das Spiel entschieden. Doch dann wendet sich das Blatt. Mit zunehmender Spieldauer gerät der FC Toompea mehr und mehr unter Druck.
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Noch in der ersten Halbzeit erzielt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Reinhard Loske (rechts im Bild) nach Zuspiel durch Kristoffer Born das erste Tor. Die zweite Halbzeit wird klar vom bündnisgrünen Team dominiert. Mit einem Doppelschlag durch Jürgen Stark und den eingewechselten Thomas Flügge ist der hochverdiente Ausgleich erzielt. Nur ein glückliches Freistoßtor in der Schlussphase beschert der Parlamentsmannschaft aus Tallinn doch noch den Sieg. Das erstklassige Schiedsrichtergespann hatte wenig Mühe mit dem fairen Spiel und musste lediglich eine gelbe Karte vergeben. Die erhielt ausgerechnet der Justizminister Estlands.
Die dritte Halbzeit
Abends findet ein Bankett mit Spielern der Parlaments- und Regierungsmannschaft von Estland statt. Die Mannschaft bedankt sich in einer Ansprache für die Einladung und das faire Match und lädt den FC Toompea zu einem Rückspiel nach Berlin ein. Später trifft der grüne Bundestagsabgeordnete Peter Hettlich ein, der mit einer Delegation des Verkehrsausschusses in Estland weilt. Im Gespräch mit den Esten erfährt das grüne Team viel über Politik und Gesellschaft des baltischen Landes.
Am Sonntag nach der Landung in Berlin-Tegel verabschiedet sich eine hochzufriedene Mannschaft in der Gewissheit, mal wieder als erfolgreicher Sympathiebotschafter für die bündisgrüne Bundestagsfraktion unterwegs gewesen zu sein.


