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Pressemitteilung | 20.10.2005

Längere AKW-Laufzeiten wären umweltpolitischer Fehlstart erster Güte

Zur Diskussion zwischen Union und SPD über eine mögliche Verlängerung der Restlaufzeiten von alten Atomkraftwerken erklärt Reinhard Loske MdB:

Marode Atommeiler wie Biblis A und Neckarwestheim 1 müssen zügig vom Netz genommen werden. Sie sind unsicher, kostspielig und belegen Spitzenplätze auf den Störfalllisten der Atomaufsichtsbehörden.

Wenn die Übertragungsregelung aus dem Atomausstieg nun für die künstliche Lebensverlängerung von museumsreifen Atomreaktoren missbraucht werden soll, würde dies das Störfallrisiko vergrößern, die Menge einzulagernden Atommülls erhöhen und zukunftsfähige Arbeitsplätze gefährden, weil Investitionen in moderne Kraftwerke und Energietechnologien ausblieben.

Wenn die SPD und ihr designierter Umweltminister Gabriel sich auf diesen Vorschlag einlassen, wäre das ein umweltpolitischer Fehlstart erster Güte und der Beginn eines schleichenden Ausstiegs aus dem Atomausstieg.