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Pressemitteilung | 12.06.2007

Delfinhaltung in Deutschland überdenken

Zum Tod des Delfinbabys im Nürnberger Tiergarten erklärt Undine Kurth, natur- und tierschutzpolitische Sprecherin:

Wir bedauern sehr, dass nun auch ein sechstes Delfinbaby (innerhalb von nur drei Jahren) im Nürnberger Tierpark in den ersten Tagen nach der Geburt gestorben ist.

Die Zweifel daran, ob Delfine in Gefangenschaft artgerecht gehalten werden können, werden durch diesen Tod bestätigt. Delfine leiden unter der Gefangenschaft offensichtlich besonders stark. So ist eine erfolgreiche Nachzucht in Zoos und Delfinarien nicht möglich. Die Folgen sind, dass für die Delfinarien weitere Entnahmen der streng geschützten Delfine aus der Wildnis vorgenommen werden.

Wir setzen sich dafür ein, dass in Deutschland keine weiteren Delfinarien genehmigt werden und die Haltungsbedingungen für die in bestehenden Delfinarien lebenden Tiere deutlich verbessert werden. Die Einfuhr von Wildfängen sollte nicht mehr genehmigt werden.