Zu den Plänen der großen Koalition zur Reform des Waffenrechts erklärt Silke Stokar, innenpolitische Sprecherin:
Das von der großen Koalition vorgelegte Papier ist ein Dokument des Wegduckens und der Mutlosigkeit. Statt konsequent die Abrüstung der Privathaushalte voran zu bringen, verzettelt sich die Koalition mit der Strafbarkeit von Spielen wie Paintball. Auf der Strecke bleiben wirksame Maßnahmen für eine Verbesserung der Sicherheit der Menschen. Die Kritik des Bundes Deutscher Krimanalbeamter vor diesem Einknicken vor der Waffenlobby ist berechtigt.
Wir setzen im Gegensatz zur großen Koalition konsequent darauf, Schusswaffen aus Privatwohnungen zu entfernen, das Bedürfnis für den Besitz von Waffen strenger zu prüfen und großkalibrige Waffen aus dem Schießsport zu verbannen. Hier drückt sich die Bundesregierung vor der Auseinandersetzung mit den Interessengruppen.
Wir fordern auch die Einführung des zentralen elektronischen Waffenregisters auf dem schnellsten Wege und nicht erst im Jahre 2012.
