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Pressemitteilung | 12.07.2010

Iran verletzt unter dem Schleier der Sharia die Menschenrechte

Anlässlich der vorläufig ausgesetzten Steinigung einer 43-jährigen Iranerin erklärt Tom Koenigs, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

Die vorläufig ausgesetzte Steinigung der 43-jährigen Sakineh Mohammadi Ashtiani ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die internationale Staatengemeinschaft muss aber weiter Druck auf den Iran ausüben, um die Vollstreckung der Strafe gänzlich zu verhindern. Der erste Erfolg am Wochenende hat gezeigt, dass der internationale Protest wirkt.

Die Steinigung als Hinrichtungsmethode ist ein barbarischer Akt aus dem Mittelalter. Sie ist menschenrechtsverletzend und auf das Schärfste zu verurteilen. Solche Praktiken entbehren jeglicher Achtung der Menschenwürde. Der Iran verletzt unter dem Schleier der Sharia die Menschenrechte. Dabei ist der Islam eine menschenachtende Religion. Die iranische Regierung ist aufgefordert, das ungerechte Urteil und die inhumane Strafe aufzuheben. Der Fall von Frau Mohammadi Ashtiani muss neu beurteilt werden.

Die zweifache Mutter Sakineh Mohammadi-Ashtiani war 2006 wegen angeblichen Ehebruchs verurteilt worden, obwohl sie das entsprechende Geständnis widerrufen hatte. Es war unter Zwang zustande gekommen. Das Gerichtsverfahren war nicht rechtmäßig und die Angeklagte hatte keinen Zugang zu einem Verteidiger. Am Sonntagabend gab die zuständige Justizbehörde bekannt, dass die geplante Steinigung vorerst aus humanitären Gründen ausgesetzt sei.

Tom Koenigs unterstützt eine internationale Kampagne der Londoner Tageszeitung "The Times" gegen die Steinigung der 43 Jahre alten Frau Sakineh Mohammadi Ashtiani.