Suchfeld anzeigen
Pressemitteilung | 11.03.2010

Ein Jahr Winnenden: Waffen endlich raus aus Wohnungen

Anlässlich des ersten Jahrestages des Amoklaufs von Winnenden erklärt Wolfgang Wieland, Sprecher für Innere Sicherheit:

Vor einem Jahr mussten wir miterleben, wie ein Amokläufer in Winnenden neun Schüler und drei Lehrer tötete. Er benutzte die Waffe seines Vaters, die er samt Munition aus der elterlichen Wohnung einfach nur mitzunehmen brauchte.

Obwohl insbesondere die Eltern von Winnenden nun endlich derart leichte Zugriffsmöglichkeiten verhindert sehen wollten, konnte sich die große Koalition wiederum nur zu halbherzigen Korrekturen am Waffenrecht durchringen. Glaubt man überdies dem Koalitionsvertrag, will Schwarz-Gelb, vor allem die FDP, noch weiter vor der Waffenlobby einknicken und die von ihr besonders angefeindeten Kontrollmöglichkeiten in den Wohnungen auf den Prüfstand stellen. Die Signale stehen also auf Lockerung statt auf notwendiger Verschärfung.

Wir bleiben dabei: Einsatzfähige Waffen müssen raus aus dem privaten Bereich, Munition und Waffen müssen getrennt aufbewahrt werden und ein nationales Waffenregister mit den entsprechenden Kontrollen muss schneller als geplant eingeführt werden.

Minister de Maizière sollte auf die Mahnung des Bundespräsidenten vom heutigen Tage hören. Dies wäre ein tatsächlicher Beitrag zur öffentlichen Sicherheit, die er so gerne im Munde führt.