Zu Plänen von Bildungsministerin Schavan, mit den sogenannten Bildungsbündnissen an Grundschulen benachteiligte Kinder zu fördern und dafür bis 2013 eine Milliarde Euro einzusetzen erklärt Priska Hinz, Sprecherin für Bildungspolitik:
Ministerin Schavan stiehlt sie sich mal wieder aus der Verantwortung. Da durch das Kooperationsverbot Schulen nicht direkt unterstützt werden können, versucht Frau Schavan nun, dieses Problem über den Weg der Bildungsbündnisse zu umschiffen, statt es zu lösen.
Wir sehen einen dringenden Bedarf bei der Förderung benachteiligter Kinder. Den jetzt eingeschlagenen Weg halten wir aber für falsch und einseitig: Die Bundesministerin setzt allein auf die Freiwilligkeit von Eltern und die Beliebigkeit, ob Bildungsbündnisse überhaupt entstehen. Gerade Schulen in sozialen Brennpunkten müssen aber institutionell unterstützt werden, damit die Förderung benachteiligter Kinder tatsächlich gelingen kann.
Wir fordern die Aufhebung des Kooperationsverbotes, damit Schulen direkt unterstützt werden können, zum Beispiel durch die Einstellung weiterer Lehrer und Sozialpädagogen und die Stärkung der individuellen Förderung. Frau Schavan sollte die Grundgesetzänderung endlich auf den Weg bringen.
