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Pressemitteilung | 05.05.2010

Erhebung:Telefonische Warteschleifen müssen kostenfrei werden

Zur Erhebung der grünen Bundestagsfraktion bezüglich der Verweildauer in telefonischen Warteschleifen erklärt Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

Wir haben in den letzten Monaten die Verweildauer bei kostenpflichtigen Service-Hotlines getestet. Dabei wurden knapp 700 Testanrufe bei 0180- und 0900-Nummern getätigt. Das Ergebnis ist miserabel: bei rund 45 Prozent der 40 getesteten Unternehmen wartete man durchschnittlich länger als 1,5 Minuten. Die längste Verweildauer mit mehr als 18 Minuten ging auf das Konto eines DSL-Anbieters. Die teuerste Warteschleife mit 22 Euro wurde bei einer Esoterik-Hotline gestoppt

Wir brauchen dringend ein Gesetz, damit Verbraucherinnen und Verbraucher erst dann zahlen müssen, wenn sie einen Berater tatsächlich am anderen Ende der Leitung haben. Dies ist bereits in Frankreich so geregelt und sollte schnellstmöglich auch hier in Deutschland eingeführt werden.
Am Donnerstag (6. Mai) werden wir dazu einen Antrag im Bundestag abstimmen lassen.

Richtigstellung: Entgegen anders lautender Berichte wurde Kabel Deutschland bei dieser Erhebung nicht getestet. Hier ist in unserer Darstellung der Ergebnisse ein Fehler unterlaufen, für den wir uns entschuldigen. Wir bitten, eventuell bereits erfolgte  Berichterstattung über Kabel Deutschland entsprechend zu korrigieren.