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Pressemitteilung | 24.11.2011

Euro-Bonds werden kommen - TOP, die Wette gilt!

Zu dem Lamento  in der Koalition über Euro-Bonds erklärt Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender:

Die Euro-Bonds werden kommen - TOP, die Wette gilt, und Frau Merkel ist meine Wett-Patin. Sie würde nicht dagegen setzen. Zwar schwätzt Rainer Brüderle weiter von "Zinssozialismus" und CSU-Haudegen Dobrindt kämpft wie Don Quichote gegen Euro-Bonds. Aber die Kanzlerin ist längst einen Schritt weiter. Ihr Nein ist nicht kategorisch, sondern ein Faustpfand in den Verhandlungen um die Vertragsänderungen.

Fest steht: Ohne Euro-Bonds kommen wir aus der Eurokrise nicht heraus. Die 200 Milliarden Euro Merkel-Bonds, die bereits in der EZB liegen und für die wir mit 54 Milliarden Euro haften, werden nicht reichen, um Spanien und Italien von der Spekulation der nächsten Monate abzuschirmen. Merkels langes Zögern und das Lamento ihrer Stabilitäts-Apostel von Weidmann bis Rösler haben Zeit und viel Geld gekostet - und Deutschland und Europa geschadet.

Spätestens seit der missglückten Ausgabe von Deutschland-Anleihen muss jedem Ignoranten in der Koalition klar sein: Die Krise tobt nicht nur an den südeuropäischen Rändern, sie droht längst das Herz der EU zu blockieren. Die Zurückhaltung der Käufer ist die Folge des schlechten Krisenmanagements der Bundesregierung. Es gibt viel zu tun, sitzen wir es aus - diese Merkel-Maxime geht nicht mehr: Euro-Bonds und eine Banklizenz für den EFSF sind angemessene Antworten auf eine umfassende Krise. Eine engagierte Stabilitätspolitik gehört genauso dazu.

Euro-Bonds sind keine neue Erfindung. Wir haben längst eine gemeinsame Haftung: Ob Kredite des EFSF, die Anleihen-Käufe der EZB oder die Darlehen an Ungarn und Lettland - für all das haften wir gemeinsam. Das muss die Kanzlerin offen sagen und den Menschen reinen Wein einschenken.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: http://twitter.com/#gruensprecher