Suchfeld anzeigen
Pressemitteilung | 22.11.2011

Patienten nicht zum zahlenden Kunden machen

Zur heute vorgestellten Versichertenbefragung 2011 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte:

Die Umfrage zeigt erneut, dass wir systematische Fehlanreize durch das Nebeneinander von privat und gesetzlich Versicherten haben. Wir müssen diesen Trend zur Zwei-Klassen-Medizin stoppen. Neben den unterschiedlich langen Wartezeiten für den Facharzttermin weisen die Umfrageergebnisse auch bei den individuellen Gesundheitsleistungen auf eine kritische Entwicklung hin.

Es kann nicht sein, dass Ärzte aus Vergütungsinteressen den Patienten Zusatzleistungen aufdrängen, nur mangelhaft darüber informieren, warum diese keine Kassenleistungen sind und noch dazu die vorgegebene schriftliche Erklärung nicht vorlegen. Kommerz und Geschäftsinteressen haben in Arztpraxen nichts zu suchen, sie zerstören das Vertrauensverhältnis. Wir erwarten vom angekündigten Patientenrechtegesetz Regelungen, durch die solche Fehlentwicklungen beendet werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: http://twitter.com/#gruensprecher